Vortrag · Literatur · Kunstausstellung

Sich mit Sammlungen anlegen


Gemeinsame Dinge und alternative Archive

Die Publikation ist in der Buchreihe der Universität für angewandte Kunst Wien Edition Angewandte im de Gruyter Verlag, Berlin/Boston 2020, erschienen

Wie lässt sich die Idee der Commons im Kontext von Museen, Archiven und Sammlungen denken? In welchem Spannungsverhältnis stehen alternative Sammlungsstrategien und die Reproduktion eines etablierten Kanons? Welche Rolle spielen künstlerische Praxen für die Demokratisierung und Zugänglichmachung von Sammlungen?
Gegen den Trend einer zunehmenden Ökonomisierung und Kanonisierung des Sammelns gibt es immer lautere Stimmen, die Leerstellen in Sammlungen kritisieren und Diskussionen über neue diverse Sammlungsstrategien befeuern. Versteht man die Schaffung von Commons auch als eine soziale Praxis für die Formulierung alternativer Formen der Wissensproduktion und des Wissensaustauschs, so eröffnen sich für öffentliche Museen, Sammlungen und Archive herausfordernde Fragestellungen hinsichtlich Zugänglichkeit, Eigentum und Öffentlichkeit. Ausgehend von dem kürzlich erschienenen Band Sich mit Sammlungen anlegen. Gemeinsame Dinge und alternative Archive entwickeln die Beitragenden neue Perspektiven auf die Verknüpfung etablierter institutioneller Infrastrukturen und alternative Methoden des Sammelns.

Mit Antonia Alampi, Stefan Aue, Filipa César, Knut Ebeling, Martina Griesser-Stermscheg, Belinda Kazeem-Kamiński, Vera Lauf, Cornelia Sollfrank, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja, Franciska Zólyom u. a.

Das Programm findet in englischer Sprache und im Rahmen des Projekts Das ganze Leben. Archive und Wirklichkeit des Haus der Kulturen der Welt Berlin statt.

Martina Griesser-Stermscheg, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja (Hg.), Sich mit Sammlungen anlegen. Gemeinsame Dinge und alternative Archive, curating. ausstellungstheorie & praxis Band 5, Die Publikation ist in der Buchreihe der Universität für angewandte Kunst Wien Edition Angewandte im de Gruyter Verlag, Berlin/Boston 2020, erschienen.

Die Publikation widmet sich dem Thema des Sammelns aus einer Perspektive, die bisherige Vorstellungen von Museen und Archiven hinterfragt und erweitert. So gehen wir einerseits von Reklamationen aus, die bestehende Ausschlüsse und Zuschreibungen in Sammlungen adressieren, andererseits werden Sammlungsstrategien neu entworfen. Dabei entstehen Imaginationen, die das Sammeln auch gegen den Trend zu medienwirksamen Ausstellungen und der Ökonomisierung von Sammlungen wieder wichtig nehmen und zwischen Demokratisierung, Vermittlung, Relationalität und Immaterialität anders denken und langfristig verankern wollen. Neben theoretischen Texten versammelt die Publikation auch schlaglichtartige Erörterungen – Statements von AkteurInnen, die sich mit Sammlungen anlegen und dabei auch Sammlungen anlegen.

Mit Texten von u.a.
Arif AKKILIÇ, Antonia ALAMPI, Stefan AUE, Natalie BAYER, Matthias BEITL, Birgit BOSOLD, Ljubomir BRATIĆ, Mela DÁVILA-FREIRE, Knut EBELING, Iris EDENHEISER, Michael FÄSSLER, Ursula FROHNE, Gabriele FRÖSCHL, Susanne GRANER, Martina GRIESSER-STERMSCHEG, Beat HÄCHLER, Renate HÖLLWART, Uffa JENSEN, Birgit JOOSS, Susan KAMEL, Johannes KAPELLER, Vera LAUF, Michael LOEBENSTEIN, Doreen MENDE, Bonaventure S. B. NDIKUNG, Cosima RAINER, Isidora RANDJELOVIĆ, Marcelo REZENDE, Susanne ROEßIGER, Sandra SAM, Bernd SCHERER, Gabriele SCHOR, Johanna SCHWANBERG, Cornelia SOLLFRANK, Monika SOMMER, Nora STERNFELD, Mascha TOBE, Sandra VACCA, Marianne WAGNER, Jana WITTENZELLNER, Luisa ZIAJA

sowie künstlerischen Beiträgen von
Daniel G. ANDÚJAR, Belinda KAZEEM-KAMIŃSKI, Filipa CÉSAR, Nicole SIX / Paul PETRITSCH


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