Theater

Sibirien


Aufführung: Bruno Thost

Stück von Felix Mitterer

Ein alter Mann wird von seiner Familie in ein Heim abgeschoben. In seinen jungen Jahren war er Soldat und war in Sibirien in Kriegsgefangenschaft. Ständig beschreibt er wie kalt und hart es dort war. Er vergleicht seinen jetzigen Zustand mit dem seinerzeit in Sibirien. Oft klagt er und sehnt sich nach den Zeiten mit seiner Frau und seinem Hund. Doch seine Familie will ihn nicht nach Hause zurückholen, wo er so gerne gewesen ist, da er sich über alles und jeden beklagt. Er kritisiert andauernd und mischt sich überall ein.
Er ist verzweifelt, da niemand ihm zuhört. Er schreibt einen Brief an den Bundespräsidenten und beklagt in dem Schreiben die fürchterlichen Zustände im Pflegeheim und wie schlecht dort alle behandelt werden. Er kämpft solange, bis der Bundespräsident ihn besucht und er ihm alles zeigen und von der Seele sprechen kann. Die 5 Akte zeigen den zunehmenden körperlichen Verfall des Mannes. Anfangs kann er im Zimmer herumgehen, dann am Bett sitzen, schließlich nur noch bewegungslos liegen.

Seine letzten Worte lauten: "Agnes, meine liebe Frau, komm an meine Seite, Hund, leg dich mir zu Füßen, nicht mehr lange, dann werden wir zusammen am Flußufer sein und laufen und laufen" .


Vergangene Termine