Pop / Rock

Shearwater


Shearwater ist 2016 wieder ein großer Wurf gelungen. Vielleicht liegt es am Einsatz der Geheimwaffe Brian Reitzell (Soundtrackkomponist für The Virgin Suicides, Lost in Translation, The Bling Ring und 30 Days of Night), das sich das 9te Album “Jet Plane and Oxbow” wie ein glitzernder Kristall anhört, der jeden Moment explodieren könnte. Auch wenn es ihr zugänglichstes Album sein mag, gespickt mit einem fantastischen Sounddesign, das an das erste Other Lives-Abum erinnert, ist es auch das abwechslungsreichste, das mit der größten Tiefe, mit maximierten Anteilen in jeglicher Hinsicht, sowohl was das gesangliche Charisma anbelangt (Meinburg steht stimmlich irgendwie trotz hörerer Stimmlage direkt neben Matt Berninger), die psychedelisch und für die Details und deren Schärfe genutzte Zeit, die sie sich oftmals bei der Ausarbeitung der einzelnen Parts genommen haben, das hat manchmal schon fast Radiohead-artige Perfektion, geht aber unterm Strich doch in eine andere Richtung. Songhöhepunkt ist das großartige "Filaments" oder das von motorischem Krautbeat angetriebene "Radio Silence" mit seiner Spoon-Pickgitarre und breit angelegtem Refrain.


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