Tanz

Sharon Eyal / L-E-V Company - House


Die Produktion "House" eröffnet einen gewagten Blick in die Zukunft des Tanzes. New Mutations (neue Mutationen) nennt die 1971 geborene Eyal ihre innovative, aufsehenerregende Tanztechnik und -ästhetik.

Sie war lange Jahre Star der israelischen Batsheva Dance Company und die Muse von Ohad Naharin. Nun gibt Sharon Eyal gemeinsam mit ihrer eigenen Kompanie L-E-V (hebräisch: Herz) ihr eindrucksvolles künstlerisches Debüt.

Die Produktion "House" eröffnet einen gewagten Blick in die Zukunft des Tanzes. New Mutations (neue Mutationen) nennt die 1971 geborene Eyal ihre innovative, aufsehenerregende Tanztechnik und -ästhetik. Und tatsächlich scheinen die Wesen auf der Bühne stammbaumtechnisch irgendwo zwischen Insekten und Maschinen angesiedelt. In hautfarbene Ganzkörpertrikots gekleidet, Lippen und Nägel blutrot bemalt, durchfließt sie ein Bewegungsstrom - kühl präzise und zugleich glühend heiß wie ein Fiebertraum.

Sharon Eyals Bewegungskunst ist glasklar, rasant und unbelastet von Traditionen. Und zugleich kann ihr Stil einen edlen Stammbaum vorweisen: Er basiert auf Ohad Naharins wilder "anything-goes"-Tanztechnik, die er passenderweise als Gaga tituliert. Darauf aufbauend hat Eyal ihre einzigartige Bewegungssprache erschaffen: spröde, sperrig, streng gezügelt. Und wo bei Gaga geschmeidige Muskelebenen übereinander gleiten, liegen bei L-E-V Knochen, Sehnen und Nerven schmerzhaft frei.

Perfektioniert wird "House" durch ein fantastisches Design: packende Lichtregie von Avi Yona Bueno, Live Sound von Ori Lichtik und Kostüme von Ma’ayan Goldman und Odelia Arnold.




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