Diverses · Film

Sergej Popolsin: Musik, Leinwand, Öl



Ein Film von Sergej Popolsin. Premiere und Treffen mit den Filmautoren. Ein Film über Gemälde und einen Künstler. Ohne Worte, nur Musik.

Die Grundfeste des Filmes ist die Musik. Zwanzig Musikstücke, geschrieben in verschiedenen Genres - von Avantgarde bis Jazz, von psychodelischem Rock bis Improvisationen auf der akustischen Gitarre –, sind in einer geeinten Reihe von Sujets angeordnet und in zwanzig eigenständige, in sich abgeschlossene Kurzfilme übersetzt. Jeder von ihnen hat ein Grundthema – das jeweilige Gemälde. Alle vereint die Hauptfigur – ein Künstler, ihr Autor. Er malt in freier Natur, ist deprimiert, erinnert sich an seinen Selbstmordversuch und den klinischen Tod, beschließt wegzufahren, vielleicht in ein anderes Land. Dort aber wieder Spaziergänge im Freien, wieder eine Ausstellung, Niedergeschlagenheit, Freude und Nostalgie.

Das Filmende ist metaphorisch: ein Blinder mit Blindenstock geht stolpernd durch eine sonnendurchflutete Steinwüste und weiß nicht, dass sich vor ihm eine Wand erhebt. Damit wird klar: der ganze Film ist eine metaphorische Erzählung über die Einsamkeit einer schöpferischen Persönlichkeit in der sie umgebenden Welt, über einen Künstler, der Harmonie sucht, und über einen Menschen, der auf der Suche nach sich selbst ist.