Theater

Seltsame Sache – Ein Melodram für Lorenzo da Ponte


Novalis’ Postulat „Man muss schriftstellern wie komponieren” entsprachen nur wenige Dichter so vollkommen wie Gert Jonke (1946 – 2009). Schon mit seinem 1969 erschienenen Erstling Geometrischer Heimatroman schrieb Jonke sich in die vorderste Reihe der zeitgenössischen Literatur. Ein streng komponiertes Buch, wie die folgenden Prosatexte Glashausbesichtigung und Die Vermehrung der Leuchttürme. Aber spätestens seit dem Erscheinen der Schule der Geläufigkeit 1977 (im selben Jahr gewann er den allerersten Bachmannpreis) kommt der Musik jene überragende Funktion zu, die sich in den beiden folgenden Romanen der Erzähltrilogie Der ferne Klang sowie Erwachen zum großen Schlafkrieg fortsetzt. Mit seiner Beethoventheatersonate Sanftwut oder der Ohrenmaschinist kam Jonke erstmals groß auf die Theaterbühne. Stücke wie Chorphantasie, Die versunkene Kathedrale oder Freier Fall – alle drei mit einem „Nestroy” als bestes Stück des Jahres ausgezeichnet – folgten.

Anlässlich seines siebzigsten Geburtstages am 8. Februar 2016 veranstaltet das klagenfurter ensemble in Kooperation mit dem Robert Musil-Institut der Alpen Adria Universität zwei Jonke-Abende, die seine „Empfindung von überlagerten wandernden Tonwolken und sich ballenden Klangnebeln” auf der Bühne im theaterHALLE 11 spürbar machen soll.

Mit Texten von Elfriede Jelinek, Ilse Aichinger, Antonio Fian, Alois Hotschnig, Josef Winkler u.a.

Es wirken mit:
Klaus Amann
Karen Asatrian
Anna Baar
Johannes Brummer
Christoph W. Bauer
Alois Hotschnig
Jochen Jung
Alexander Mitterer
Dietmar Pickl
Klaudia Reichenbacher
Gilbert Sabitzer
Oliver Welter
Josef Winkler


Termine

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