Theater

Sebastian im Traum


SEBASTIAN IM TRAUM von Georg Trakl. Ein Big-Band-Projekt
Eine Produktion von Ben Pascal, Realisation: Christoph Cech und Big Band.

Georg Trakls zweiter Gedichtband SEBASTIAN IM TRAUM erschien nach dessen Tod im Frühjahr 1915. Nun, knapp 100 Jahre später, hat Ben Pascal elf Gedichte aus diesem Zyklus vertont und für Big Band arrangiert. Mit Christoph Cech übernimmt ein Künstler die musikalische Leitung, der es versteht, sich in mehreren Welten zu bewegen und die Musik atmen und entstehen zu lassen. Er spricht die Sprachen so vieler verschiedener Genres, dass er spielerisch zwischen ihnen wechseln und stets die richtigen Entscheidungen treffen kann. Als ein weiteres Element dieser Aufführung dienen Live-Projektionen Remo Rauschers, der Trakls Gedichte in Bilder umsetzen wird.

Eine grundlegende Fragestellung war, wie sich die kleine, zerbrechliche und fragile Welt von Georg Trakl mit der amerikanischen Wucht einer Big Band vereinbaren lässt, ohne ihn gewissermaßen zu erdrücken. Sollte dies mittels ungewöhnlicher Instrumentierungen und Harmonien, extremer Dynamiken, oder dem Einsatz vieler Pausen geschehen? Oder ist es bezeichnend für Trakl und somit auch seine Kunst, dass er erdrückt wurde? Erdrückt von seiner Zeit, seinen Mitmenschen und dem ersten Weltkrieg? Kann hierin sogar ein wesentlicher Aspekt seiner Gedichte gesehen werden?

Um Trakls Welt einzufangen, hat Ben Pascal jedem Gedicht eine eigene Stimmung und eine eigene Farbe verliehen. So kann jedes der elf Gedichte als ein in sich geschlossener Kosmos gesehen werden und doch gibt es einen übergeordneten Zusammenhang.


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