Theater

Schwarzes Schaf


„Schwarzes Schaf“ ist ein Seitenhieb auf alles, was sich unsere Gesellschaft an Gedanken, Vorurteilen und Frömmigkeit angeeignet hat.

Nachdem Nicola Zeuge einer Gewalttat wird, landet er als 10-Jähriger in der Irrenanstalt, wo er sein Leben verbringen wird. Die Geschichte von Nicola ist die Geschichte der Ausgrenzung in der Psychiatrie als Metapher für jede Ausgrenzung. Sie verarbeitet das Phänomen der Hospitalisierung in totalitären Anstalten und generalisiert es auf die moderne Gesellschaft: Das Prinzip "warm, satt, sauber" prägt die gesamte Konsum- und Erwerbsgesellschaft.

Laut Theodor W. Adorno wohnt der verwalteten Welt sowie der Kulturindustrie die Tendenz zur Liquidation des Individuums und alles Abweichenden inne. Im Rahmen des verordneten Konsums und der organisierten Ausfüllung der arbeitsfreien Zeit durch Kulturindustrie, Technikbegeisterung und Sport erfolgt die restlose Erfassung der Menschen bis in ihr Innenleben hinein.

Nach dem Roman von Ascanio Celestini

– Eine Produktion von ANTAGON!E in Kooperation mit WERK X
– Für die Bühne bearbeitet von Anna Schober und Juliane Oder
– ​Uraufführung

Inszenierung: Anna Schober
Musik: Vitus Denifl
Bühne/Ausstattung: Sandra Moser
Dramaturgie: Anna Gojer

Mit: Pia Strauss, Dennis Cubic, Christian Preuss, Daniel Wagner


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