Tanz

Schwanensee


Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Ballett »Schwanensee« gehört zu den schönsten und am meisten aufgeführten Werken seiner Gattung. Obwohl es der Ballett-Erstling des Komponisten war, ist es sowohl Prototyp als auch Höhepunkt des klassischen Handlungsballetts.

Zum Welterfolg wurde es allerdings erst nach Tschaikowskys Tod in der Choreographie von Marius Petipa und Lew Iwanow, die, 1895 erstaufgeführt, bis heute als Maßstab für jede Neuinterpretation gilt.

Peter Breuer hat die Rolle des Prinzen Siegfried selbst von 1966 bis 1989 in 25 verschiedenen Inszenierungen (unter anderem in München, Berlin, Düsseldorf, London, New York und Johannesburg) interpretiert. Seine Fassung als Choreograph ist natürlich von der bis heute lebendigen Interpretation Petipas/Iwanows inspiriert, erscheint aber in zeitgemäßem Gewand.

Siegfried feiert mit Freunden seinen Geburtstag. Da taucht seine Mutter auf und stört das Fest mit dem Hinweis, dass sie von ihrem Sohn erwartet, er möge sich baldmöglichst »standesgemäß« verheiraten. Die Party geht weiter, aber Siegfried, von einer seltsamen Stimmung erfasst, sondert sich immer mehr ab, bis er plötzlich in einer traumhaften Landschaft am Ufer eines Sees steht, und eine Gruppe wunderschöner Schwäne vor ihm auftaucht.

Der schönste dieser Schwäne, Odette, erzählt ihm, dass sie ein von Rotbart verzaubertes menschliches Wesen sei und gemeinsam mit den anderen Mädchen so lange als Schwan leben müsse, bis ihr jemand ewige Treue schwört. Siegfried ist seinerseits so verzaubert von der Schönheit Odettes, dass er ihr die ewige Treue schwört und sie zu seinem Ball am nächsten Tag einlädt. Als am Horizont Rotbart auftaucht, verschwinden die Schwäne eiligst.

Traum oder Wirklichkeit? Jedenfalls ist es Siegfried unmöglich sich auf dem von seiner Mutter organisierten Ball am nächsten Tag für eine der zahlreich erschienenen jungen Frauen zu entscheiden. Bis plötzlich Odile auftaucht, die Odette aufs Haar gleicht. Siegfried verfällt ihren Reizen auf der Stelle und merkt zu spät, dass sie schwarz statt weiß ist und ihr Begleiter an den Rotbart von letzter Nacht erinnert. Er eilt zurück zum Schwanensee, aber hat er nun seinen Schwur gebrochen? Und wird er seinen Traum von Odette retten können?

Dank der Kooperation mit dem Bolshoi-Ballett Joinville kann das Ensemble für diesen Ballettabend im Haus für Mozart um 15 zusätzliche Tänzerinnen und Tänzer verstärkt werden.

Regieteam:

Musikalische Leitung Mika Eichenholz
Choreographie Peter Breuer
Ausstattung Bruno Schwengl
Video- und Lichtdesign Guido Petzold
Dramaturgie Maren Zimmermann
Choreogra­phische Assistenz Cristina Uta, Alexander Korobko

Besetzung:

Odette / Odile Anna Yanchuk, Eriko Abe
Siegfried Asher Smith, Vladislav Koltsov
Siegfrieds Lehrer Yoshito Kinoshita
Siegfrieds Mutter Cristina Uta
Rotbart Josef Vesely

u.v.a.


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