Klassik

Schumann Quartett


Für Bruckner war Beethoven die „Incarnation alles Großen und Erhabenen in der Tonkunst“. Zu seiner Notenbibliothek gehörten folgerichtig auch die Partituren einiger Beethoven-Quartette, darunter jene der drei „Rasumowsky-Quartette“ sowie jene des Streichquartetts op. 130. Während Bruckner, der dezidiert „als Symphoniker“ verstanden sein wollte, „weil darin stets mein Lebensberuf bestand“, kaum Kammermusikwerke schrieb und nur im Rahmen der Studien bei Otto Kitzler für Quartett komponierte, gehörte das Streichquartett für Beethoven zu den zentralen Gattungen.

Seine 16 Werke für diese Besetzung, entstanden von 1800 bis 1826, stellen eine Art kompositorisches Versuchslabor dar. Von den Experimenten der frühen Quartette op. 18 über die höchst komplexen und anspruchsvollen „Rasumowsky- Quartette“ bis hin zur kühnen Meisterschaft der späten Werke sind sie geprägt von der steten Suche nach neuen Wegen und erlauben so den Nachvollzug einer wahrhaft atemberaubenden Entwicklung. Zum Spätwerk zählt auch das Quartett op. 130, dessen ursprünglichen Finalsatz, der später als Große Fuge separat erschien, Beethoven zurückzog, nachdem er bei der Uraufführung auf einhelliges Unverständnis gestoßen war. In einer Rezension hieß es, das Fugenfinale sei schlicht „unverständlich, wie Chinesisch“.

LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770-1827)
Streichquartett Nr. 8 e-moll, op. 59 („Rasumowsky-Quartette“), Nr. 2 (1806)




  • Pause -



Streichquartett Nr. 13 B-Dur, op. 130 (1825-26)
mit der Großen Fuge B-Dur, op. 133 (1825), als Finalsatz

MITWIRKENDE
Schumann Quartett
Erik Schumann Violine
Ken Schumann Violine
Liisa Randalu Viola
Mark Schumann Violoncello


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