Alte Musik · Klassik

Schütz und die Familie Bach - Vox Luminis


In der Interpretation des belgischen Ensembles Vox Luminis, dessen zwölf Sängerinnen und Sänger sich den Werken in unterschiedlichen Besetzungen annähern, bleibt die Musik stets in der Schwebe – leicht, klar und von stiller Poesie durchdrungen.

Vox Luminis
Ricardo Rodríguez Miranda, Viola da gamba
Masato Suzuki, Orgel
Lionel Meunier, künstlerische Leitung
Heinrich Schütz (1585

1672)
Mit Fried und Freud ich fahr dahin (Martin Luther)
Heinrich Schütz (1585

1672)
Musicalische Exequien SWV 279

281 op.
7 (1635 / 36)

PAUSE
Johann Bach (1604 1673)
Sei nun wieder zufrieden meine Seele
Johann Michael Bach (1648

1694)
Herr, wenn ich nur dich habe
Johann Michael Bach (1648

1694)
Unser Leben währet 70 Jahr
Johann Michael Bach (1648

1694)
Ich weiß, daß mein Erlöser lebt
Johann Christoph Bach (1642

1703)
Herr, nun lässest du deinen Diener
Johann Ludwig Bach (1677

1731)
Das Blut Jesu Christi

Ein prachtvoll geschmückter Sarkophag, verziert mit Bibeltexten, die der Verstorbene, Fürst Heinrich Posthumus Reuß, noch selbst ausgewählt hatte, gab Heinrich Schütz 1635 den Anstoß, die «Musicalischen Exequien» zu komponieren: Trauermusik auf ebenjene Bibeltexte, entstanden mitten in den bewegten Zeiten des Dreißigjährigen Krieges. Wie dieses groß angelegte Werk kreisen auch die Kompositionen aus der Familie Bach um Tod und Abschied, und doch prägt nicht die Schwermut das Programm dieses Abends.

In der Interpretation des belgischen Ensembles Vox Luminis, dessen zwölf Sängerinnen und Sänger sich den Werken in unterschiedlichen Besetzungen annähern, bleibt die Musik stets in der Schwebe – leicht, klar und von stiller Poesie durchdrungen.

Von 5. bis 11. Mai 2014 gastieren der Bariton Matthias Goerne, der Tenor Mark Padmore, das Vokalensemble Vox Luminis, der Schauspieler und Regisseur Karl Markovics, die Camerata Salzburg, die Pianisten Till Fellner und Tamara Stefanovich und andere Künstler in den Swarovski Kristallwelten.

Gesang und gesprochenes Wort, Kammermusik für große Ensembles sowie Kompositionen für Klavier und Streicher in unterschiedlichen Besetzungen bilden die Schwerpunkte von „Musik im Riesen“ 2014. Dass diese Themen oft ineinander verwoben sind, wird schon am Eröffnungsabend deutlich, wenn der Bariton Matthias Goerne und die Camerata Salzburg unter Louis Langrée Vokalmusik von Johann Sebastian Bach und Hanns Eisler sowie das letzte große Orchesterwerk von Richard Strauss zu Gehör bringen. Wo Goerne und die Camerata Salzburg Musik aus dem Barock und dem 20. Jahrhundert einander gegenüberstellen, spannen der Tenor Mark Padmore und der Pianist Till Fellner bei der Matinee am 11. Mai 2014 den Bogen von der Klassik und Romantik zu einem neuen Werk des britischen Komponisten Harrison Birtwistle. Weiter in die Vergangenheit gehen die Sängerinnen und Sänger von Vox Luminis am Abend davor. Im Zentrum ihres Programms „Schütz und die Familie Bach“ stehen die „Musicalischen Exequien“ von Heinrich Schütz, für deren Aufnahme das belgische Gesangsensemble mit dem Gramophone Award 2012 ausgezeichnet wurde.

Leidenschaftliches Musizieren
Recht abenteuerlich liest sich, was der Komponist George Antheil in seiner Autobiografie „Bad Boy of Music“ festgehalten hat. Avantgardistisch und wild sind auch seine frühen Werke – Anlass genug für den Pianisten Gottlieb Wallisch, einen „furiosen Antheil-Abend in Wort und Klang“ zu initiieren (7. Mai 2014) und dafür zwei berühmte Mitstreiter zu gewinnen: den Geiger Vahid Khadem-Missagh und den Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Karl Markovics. Ungezähmtheit und große Namen finden sich auch beim Streichquartett quartet-lab, zu dem sich Patricia Kopatchinskaja, Pekka Kuustisto, Lilli Maijala und Pieter Wispelwey zusammengeschlossen haben. Bei ihrem Auftritt am 9. Mai 2014 spielen die vier Virtuosen nicht nur Quartette von György Kurtág, Béla Bartók und George Crumb, sondern treten auch als Solisten bzw. im Duo auf.

Impulse für junge Musiker
Ähnlich wie die vier Musiker des quartet-lab halten es die Pianistin Tamara Stefanovich und die Cellistin Natalie Clein am 8. Mai 2014, die ihr Konzert mit Duowerken von Thomas Larcher und Dmitri Schostakowitsch beginnen und im Anschluss ein Klavier- bzw. ein Cellorecital geben.
Auch 2014 führen wir „Impuls“ - das Musikprojekt für junge Künstler - weiter, wobei Nachwuchstalente großen Musikern und junge Interessierte klassischer Musik begegnen. Den Anfang machten 2013 die Violinistin Patricia Kopatchinskaja und der Akkordeonist Luka Juhart. 2014 bietet das Masterclass-Programm «Impuls», das im Rahmen von Musik im Riesen 2014 zum zweiten Mal stattfindet, Musikstudenten und -schülern die Möglichkeit zur Begegnung mit der Pianistin Tamara Stefanovich und dem Komponisten und Pianisten Thomas Larcher. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind beim Konzert am 6. Mai 2014 in den Swarovski Kristallwelten zu hören.

Kartenreservierung und Information:
Swarovski Kristallwelten
6112 Wattens, Austria
Tel. +43 (0)5224 51080 3841
kristallwelten.events@swarovski.com
http://www.kristallwelten.com/musik

Tickets außerdem erhältlich bei allen oeticket Vorverkaufsstellen, im oeticket Center Innsbruck (Tel. 0512 341034) und auf http://klassik.oeticket.com


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