Klassik

Schubertiade Hohenems 2016


Die Schubertiade ist mit rund 90 Veranstaltungen und 45.000 Besuchern jährlich das renommierteste Schubert-Festival weltweit.

Ein Festival für Franz Schubert. Ihm den gebührenden Platz neben Mozart und Beethoven einzuräumen, war Idee und Zielsetzung der ersten Schubertiade, die 1976 von Hermann Prey in Hohenems ins Leben gerufen wurde. Schnell avancierte die Stadt im österreichischen Vorarlberg zu einem der bekanntesten Festspielorte und beliebten Treffpunkt für ein internationales Publikum, welches die Begegnung mit hervorragenden Künstlern in überschaubarem Rahmen sucht und anstelle eines beliebig austauschbaren Festivalprogramms klare Definitionen vorfindet: das kompromisslose Bekenntnis zu Franz Schubert.

Heute ist die Schubertiade mit rund 90 Veranstaltungen und 45.000 Besuchern jährlich das renommierteste Schubert-Festival weltweit. Nirgendwo sonst steht innerhalb kurzer Zeit eine derart große Anzahl von Liederabenden mit den besten Interpreten der Welt auf dem Programm. Kammerkonzerte und Klavierabende auf höchstem Niveau bilden einen weiteren Schwerpunkt. Ergänzt wird das Angebot durch Orchesterkonzerte, Lesungen und Vorträge sowie Meisterkurse bedeutender Künstlerpersönlichkeiten.

Fernab des sonst üblichen Festspielrummels ist es wesentliches Anliegen der Schubertiade, den intimen Charakter zu wahren und alle Energie auf musikalische Darbietungen in höchster Qualität zu konzentrieren. Diesen Anspruch widerspiegelnd, gleicht die Liste der Künstler, die bis heute bei der Schubertiade zu Gast waren, einem »Who-is-Who« der Lied- und Kammermusikwelt. Daneben fördert die Schubertiade auch junge Talente, die am Beginn ihrer Karriere stehen und bietet ihnen die Möglichkeit, sich einem gleichermaßen kundigen wie begeisterungsfähigen Publikum vorzustellen.
Schauplätze

Das Entdecken neuer Veranstaltungsorte gehört zur Tradition der Schubertiade. In den 36 Jahren seines Bestehens hat das Festival an zahlreichen Schauplätzen gewirkt und kann auf eine im wahrsten Wortsinn bewegte Geschichte zurückblicken.

Als der erste Austragungsort, der Renaissancepalast Hohenems, 1991 einer Renovierung unterzogen wurde und der Schubertiade nur mehr in eingeschränkter Form zur Verfügung stehen sollte, wanderte das Festival zur Gänze ins benachbarte Feldkirch ab, wo schon seit 1985 regelmäßig Konzerte veranstaltet worden waren. 1994 erweiterte sich das Spektrum um so genannte »Landpartien«, die jene Werke in den Vordergrund stellten, die Schubert auf Reisen komponiert hat, und das Publikum an landschaftlich besonders reizvolle Orte führte, darunter die Propstei St. Gerold im Großen Walsertal, das im romantischen Argental gelegene Schloß Achberg sowie die Stadt Lindau am Bodensee.

Zu den Zielen dieser Landpartien gehörte auch das idyllische Dorf Schwarzenberg im Bregenzerwald, das seit dem Umbau des Angelika-Kauffmann-Saals 2001 Hauptschauplatz der Schubertiade ist. Nach einer Unterbrechung von 15 Jahren finden seit 2005 außerdem wieder Konzerte im Gründungsort Hohenems statt, wo die umfassende Renovierung einer ehemaligen Turn- und Mehrzweckhalle den Markus-Sittikus-Saal, eine »Traumadresse für Kammermusik« (Heinrich Schiff), entstehen ließ.


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