Jazz

Schifffahrt mit Stephanie Nilles & Matt Wigton, The Hot 8 Brass Band u.a.


Line-Up:

Stephanie Nilles | Piano, Gesang
Matt Wigton | Bass

The Hot 8 Brass Band:
Bennie Pete | Tuba
Raymond Williams | Trompete

George Brown | Posaune
Clarence Slaughter | Saxophon
Errol Marchand Jnr. | Snare Drum
Harry Cook | Bass Drum
Alvarez Huntley | Trompete, Gesang
Larry Brown | Trompete, Gesang

Cedric Watson | Geige, Akkordeon, Gesang
Desiree Champagne | Waschrumpel, Percussion, Triangel
Sarah Savoy | Gitarre, Gesang

Jazzhouse Ramblers | Österreich

Der Mississippi ist der größte Strom Nordamerikas und knapp 1000 km länger als die Donau. Von seinem mächtigen Einzugsgebiet, das rund ein Drittel der gesamten Fläche der USA umfasst, interessiert uns heute vor allem der Süden und da wiederum das ungeheure Delta.

Zahllose Musikstile sind hier entstanden und werden mit Liebe gepflegt und weiterentwickelt. Einige davon haben wir auf unser schönes Donaudampfschiff gepackt. In den Salons und an Deck der „Schönbrunn“, zu beiden Seiten und oberhalb des funkelnden Maschinenraumes, werden drei Bands die Hitze, die im Schiffsbauch herrscht, an musikalisch kochender Intensität noch übertreffen: „Laissez les bons temps roulez!“

Da ist einmal Cedric Watsons Interpretation von Cajun und Zydeco: Akadien hieß das französisch besetzte Gebiet Kanadas. Die im 18. Jahrhundert von dort brutal vertriebenen Menschen schlugen sich bis nach Louisiana durch und nannten sich „Acadiens“, woraus im Laufe der Zeit das Wort „Cajuns“ entstand. „Zydeco“ entstand dann aus Cajun, Blues, karibischen und anderen Elementen.

Gemeinsam sind beiden das Akkordeon und die Violine; den instrumentellen Unterschied macht die originelle Percussion aus: Klingelt beim Cajun-Stil ein Triangel, so schabt der gelernte Zydeco-Schlagwerker mit dem Löffel über ein Waschbrett. Dieses wird in der modernen Bauart über die Schultern und über den Bauch gehängt, womit also im Zydeco der „Waschbrett-Bauch“ eine ganz eigene Bedeutung hat.

Ein Mississippi-Thema ohne Brass Band wäre undenkbar. Die immense Tradition dieser unvergleichlichen Blasmusik – von der im berühmten Karneval von New Orleans quasi nur die Spitze des Eisbergs sichtbar ist – umfasst eigentlich alle nur denkbaren Genres, insbesondere in den Händen von The Hot 8 Brass Band.

Zu New Orleans, Louisiana und Mississippi gehört schließlich auch eine ganz spezifische Klaviermusik, die bei Stephanie Nilles und Matt Wigton am Bass eine besonders persönliche, faszinierende Ausprägung findet.

„Allons a Lafayette” – sang Joe Falcon auf der ersten Cajun-Platte anno 1928. In unserem Falle kann man nur sagen: „Allons a Spitz et retour!“ Beim schon traditionellen Haltepunkt der Schönbrunn, eben in Spitz, werden wir und unsere US-amerikanischen MusikerInnen dann von einer besonders treuen, bewährten Band aus der Region empfangen.

Die Jazzhouse Ramblers haben sich ganz dem Dixieland und New Orleans-Jazz verschrieben; manch einer von ihnen erhielt nach diversen Erkundungsreisen die Ehrenmitgliedschaft von New Orleans; und selbstverständlich waren die Ramblers auch aktiv an Benefiz-Aktionen beteiligt, als es um die Opfer von Hurrikan Katrina ging.

Im zehnten Jahr nach dem verheerenden Unglück soll auch unser Themenschwerpunkt die Erinnerung an diese geschundene Region wachhalten, die der Welt so viel großartige Musik geschenkt hat.

16:30 Einstieg | 17:00 Abfahrt Schiffsstation Krems-Stein

Konzert in Spitz: ca. 19:00
Geplante Ankunft in Krems: ca. 22:00

Catering von Gasthaus Strudengauhof

stephanienilles.com
mattwigton.com
hot8brassband.com
cedricwatson.com
dixie.at


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