Kunstausstellung

Schatzkammer des Wissens


Die Österreichische Nationalbibliothek ist eine der bedeutendsten Bibliotheken weltweit. Als Vermittlerin zwischen Vergangenheit und Zukunft feiert sie 2018 ihr 650-jähriges Jubiläum.

Die prachtvolle Handschrift aus dem Besitz des Habsburgerherzogs Albrecht III. ist Ausgangspunkt einer Reise durch 650 Jahre Kultur- und Bibliotheksgeschichte, wie sie kaum eine andere Bibliothek zu erzählen weiß. Sie führt von den Ursprüngen der kaiserlichen Sammlungen und der Hofbibliothek zur Etablierung als Nationalbibliothek der Ersten Republik, durch die dunklen Zeiten des Zweiten Weltkriegs und die Frage der Restitution von geraubtem Sammlungsgut und ist so zugleich auch ein Rundgang durch die politische Geschichte Österreichs. Und nicht zuletzt wird sie u. a. durch die Ende des 19. Jahrhunderts in die Bibliothek aufgenommene Papyrussammlung Erzherzog Rainers zu einem Streifzug durch die Mediengeschichte, der vor über 3.000 Jahren im Ägypten der Pharaonen beginnt und mit einem Blick in die digitale Zukunft des Wissens endet.

Ein Jahr lang werden im Prunksaal die Schätze der Bibliothek, Prachthandschriften und wertvolle Frühdrucke, kostbare Musiknoten, Landkarten ebenso wie Fotos und Grafiken präsentiert.

Begleitet wird diese Jubiläumsausstellung von einem reichhaltigen Veranstaltungsprogramm aus Lesungen, Konzerten und Filmvorführungen, einem wissenschaftlichen Symposium sowie einem Open House, bei dem alle Interessierten auch jene Bereiche der Bibliothek sehen können, die sonst nicht zugänglich sind. Ein besonderes Highlight ist dabei das » Objekt des Monats: Für jeweils einen Monat sind im Prunksaal Kostbarkeiten zu sehen, die aus konservatorischen Gründen nur höchst selten an das Licht der Öffentlichkeit gelangen. Darunter etwa Mozarts „Requiem“, die berühmte Gutenberg-Bibel, das handschriftlich korrigierte Typoskript von Ingeborg Bachmanns Gedicht „Böhmen liegt am Meer“ – und das Evangeliar des Johannes von Troppau.


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