Theater

Schachnovelle


1938: Der Anwalt Dr. Berger sitzt im Wiener Hotel Metropol in nationalsozialistischer Isolationshaft. Bei einem der vielen Verhöre gelingt es ihm, ein Buch zu stehlen. Seine Hoffnung auf einen ablenkenden Roman wird enttäuscht – er hatte „150 Meisterpartien. Ein Schachrepetitorium“ entwendet. Aber er beginnt die Partien nachzuspielen, und seine geistige Widerstandskraft in den Verhören steigt.

Als das Nachspielen keinen Reiz mehr hat, konstruiert er neue Partien gegen sich selbst. Dieses Gedankenspiel erfordert eine Spaltung seines Bewusstseins. Berger wird süchtig nach der Welt in seinem Kopf und kann sich nach Kriegsende kaum aus dieser befreien.

Als er Jahre später an Bord eines Dampfers nach Rio de Janeiro auf den amtierenden Schachweltmeister trifft, wird Berger von seiner Manie gepackt. Die Partie zwischen den beiden ganz unterschiedlichen Spielern wird für Berger zu einem Spiel um Leben und Tod.

Mit: Theo Helm, Magnus Pflüger, Nenad Subat

Ausstattung: Tobias Kreft

Musik: Georg Brenner


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