Pop / Rock

Saxon



Hurra, sie leben noch! Zum 35-jährigen Bandjubiläum wirft der weiße Löwe Biff Byford mit seinen Sachsenkriegern den Tourtruck an, um der Welt zu zeigen, was wahre Härte ist.

Die Legende des New Wave of British Heavy Metal steht aktuell bei unglaublichen 20 Alben - ein Werkkatalog, der jedes Mittelmaß sprengt und mit "Wheels Of Steel", "747" oder "Never Surrender" auch langfristig unzerstörbare Hits aufweist. Eigentlich ein Wunder, dass Saxon angesichts dieser Kaliber den Platz ganz oben im Heavy-Himmel nur vorübergehend (um 1980 herum) innehatten, während später die ewigen Rivalen Iron Maiden im Privatjet und Judas Priest auf der Harley arschknapp vorbeizogen.

Was uns und euch aber nicht weiter sorgen sollte, denn Saxon klingen aktuell so rau und kampfeslustig wie ewig nicht mehr. Im Vorjahr rammte der aus Barnsley, Yorkshire, stammende Fünfzack "Sacrifice" in die Regale, ein Hammer-Album, das altbewährten NWoBHM-Punch mit gut platzierten Thrash-Kinnhaken kombiniert. In jede Rille eingefurcht ist die überlieferte Anweisung des Saxon Shouters Biff Byford an seine Band: "Weniger Tricks, mehr Power! Seid roh, seid echt und habt keine Angst, euch von unseren alten Klassikern inspirieren zu lassen." Eine Altersscheibe klingt definitiv anders.

Und wer die ungebrochene Bühnenpotenz von Saxon vorkosten möchte, der nehme sich den im Frühjahr veröffentlichten Live-Happen "St. George's Day Sacrifice" zur Brust - ein von der letztjährigen "Sacrifice World Tour" mitgebrachtes Souvenir.

Alles andere als amtsmüde brechen die einst unter dem Namen Son Of A Bitch gestarteten Sachsen nun auch schon wieder zum nächsten Feldzug, der "Warriors Of The Road World Tour", auf. Auf der Setlist steht Frisches und Klassisches aus den glorreichen 80ern, darunter natürlich ein Rundumschlag aus jenen Alben, die echte Fans als "Heilige Dreifaltigkeit" kennen, nämlich "Wheels Of Steel", "Strong Arm Of The Law" und "Denim And Leather".

Rockers of the world, fill your heads with Heavy Metal Thunder!