Theater

Saving Kammerjunker Puschkin


Das Moskauer Theater „School of Modern Drama“ war bereits im März 2013 mit zwei sehr erfolgreichen Stücken des russischen Autors Jewgenij Grischkowez, Die Stadt und Das Haus, im Schauspielhaus Wien zu Gast. Im Dezember 2014 feiern wir ein Wiedersehen!

„Puschkin begann ich schon in meiner Kindheit zu hassen“ – mit diesem Satz beginnt Saving Kammerjunker Puschkin von Michael Heifetz. Die Produktion des Moskauer Theaters „School of Modern Drama“ ist erstmals in Wien zu sehen und wagt eine zeitgenössische Perspektive auf den russischen Nationaldichter: Pitunin, ein einfacher russischer Bürger und Prototyp der von Puschkin beschriebenen Persönlichkeiten – ohne besondere Ideen, ohne nationale Identität, ohne hohe Ideale, ohne Leidenschaft und Enthusiasmus – kann den Schriftsteller nicht ausstehen. Seit seinem fünften Lebensjahr fühlt er sich von den Gedichten Puschkins malträtiert, und sein wachsender Hass begleitet ihn bis ins Erwachsenenalter. Doch plötzlich geschieht etwas Seltsames: Wie durch ein Wunder verändert sich das Leben Pitunins, es beginnt, der Biografie Puschkins immer mehr zu ähneln. Pitunin begegnet neben seinen eigenen Dämonen unter anderem Puschkins Erzfeind Georges-Charles de Heeckeren – das Duell zwischen den beiden hatte 1837 zu Puschkins Tode geführt. Wer wird heute das Duell gewinnen?

Mihail Heifetz
geboren in Leningrad. Der Regisseur und Autor lebt seit 1990 in Israel. Seine Stücke werden sowohl in russischen als auch in israelischen Theatern inszeniert und verbinden Elemente aus russischen und klassisch westlichen Aufführungen.
2012 gewann sein Stück Saving Kammerjunker Puschkin im Rahmen des nationalen Theaterfestival Golden Mask in Moskau die Auszeichnung „Gold Mask“. Die Inszenierung dieses Stücks am Moskauer Theater „School of Modern Drama“ wurde außerdem mit einem Preis der Tageszeitung Moskovsky Komsomolets ausgezeichnet.

СПАСТИ КАМЕР-ЮНКЕРА ПУШКИНА
история несостоявшегося подвига
von Michael Heifetz

Mit: Nikolai Golubev, Ivan Mamonov, Alexander Ovchinnikov, Danielle Selitskii, Tatiana Tsirenina / Valery Kuznetsov
Dramatisierung: Iosif Raykhelgauz
Bühne: Alex Tregubov
Regie: Valeria Kuznetsova, Iosif Raykhelgauz
Choreographie: Svetlana Kuzyanina
Lichtdesigner: Narek Tumanjan
Video: Michael Stottern
Musikregie: Vera Nikolaeva

In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln


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