Theater

Sausalito


Zwei gescheiterte Menschen mit konventionellem Lebenslauf finden sich im Stück „Sausalito“ von Thomas Gassner und überwinden ihre Einsamkeit, entdecken völlig neue Perspektiven

Zwei gescheiterte Menschen mit konventionellem Lebenslauf finden sich im Stück „Sausalito“ von Thomas Gassner und überwinden ihre Einsamkeit, entdecken völ-lig neue Perspektiven. Premiere ist am Samstag 21. Mai 2016 um 20 Uhr im West-bahntheater.

Er, ein Mann reifen Alters, hat längst schon den Pfad der gepflegten Mittelschicht verlassen. Er ist der festen Überzeugung, dass er nur deshalb künstlerisch noch nicht reüssiert hat, da ihm der dazu notwendige Schicksalsschlag fehlt, denn Kunst kann nur aus Leid entstehen. Doch der geplante Suizid schlägt fehl. Also zieht er sich in sein Hausboot in Marina Sausali-to/Kalifornien zurück, als verkanntes Genie und genießt seine Einsamkeit.
Sie, eine attraktive Frau Ende dreißig. Mutter wider Willen, gehörte einem äußerst intellektu-ellen Architekturzirkel an, der sich in nächtelangen Diskussionen über die städtebauliche Zu-kunft dann auch oft im Rausch der Nacht verlor. Ihr Mann, ein überaus erfolgreicher Journa-list, ein in allen metrosexuellen, verständnisvoll-emanzipatorischen, haushalterischen, kin-dererzieherischen und schöngeistigen Dingen bewanderter Schönling, hatte immer Verständ-nis für ihre leidenschaftlich betriebenen Ideen und ließ sie gewähren, was immer sie wollte, bis sie eines Tages außer Haus ging, um nie mehr zurückzukehren. Auf der Suche nach der immerwährenden Glückseligkeit.
Diese beiden Figuren führt nun das Schicksal zusammen. Er ruht zu sehr und kommt nicht mehr vom Fleck, sie rotiert und fand bis dato keinen Platz. Da er sehr wenig redet und sie sehr viel, kommunizieren die beiden wesentlich über ihre Gemeinsamkeit – die Musik.
Die reine Vernunft ist zu fad und die alleinige Freude zu unbefriedigend auf Dauer, deshalb vereinigen sie die beiden um eine Lebensweisheit zu gebären, welche sich humorbegabte Vernunft nennt und deren ureigenstes Grundelement der Versuch bleibt. Welche Rolle die Band The Deeply Sorrow Artists spielt, wird an dieser Stelle nicht verraten. Ein skurril-komischer mit Live-Musik untermalter Theaterabend verspricht Spannung auf höchstem Ni-veau.

Premiere: 21.5.2016;
Weitere Vorstellungen: 27., 28., 29. Mai und 3., 5. Juni 2016, Wiederaufnahme im Herbst 2016

mit Luka Oberhammer; Konrad Hochgruber, Christoph Hager, Alexander Sackl

Regie und Musikalische Leitung: Alexander Sackl
Regieassistenz: Elena Ledochowski
Technik: Didi Scherz
Grafik: Dieter Seelos
Öffentlichkeitsarbeit: Christoph Tauber
Gesamtleitung: Margaret Stampfl/Konrad Hochgruber

Kartenreservierung: Sie können Tickets online auf www.westbahntheater.at oder per Telefon unter 0650/92 512 55 reservieren. Freie Platzwahl.


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