Pop / Rock · Hip-Hop

Saul Williams



Aus der amerikanischen Spoken-Word-Szene kommend, hat Saul Williams maßgeblich dazu beigetragen, Dichtung als lebendige Kunstform neu zu definieren.

Der Poet, Schauspieler und Rapmusiker Saul Williams ist ein begeisterndes Beispiel für die sinnstiftende Verbindung von politischen, philosophischen und gesellschaftlichen Inhalten mit kantigem HipHop. Seine Texte sind explizit und aufwühlend in ihrer Dringlichkeit, seine Musik genießt den Ruf, den HipHop in neue Gefilde zu führen.

Saul Williams wurde 1972 in Newburgh als Sohn eines Priesters und einer Lehrerin geboren. Nachdem er das Morehouse College in Atlanta, Georgia , mit einem B.A philosophy abgeschlossen hatte, zog er nach New York, um an der Universität Schauspiel zu studieren. Dort kam er mit der Poetry-Slam Szene in Kontakt und begann selbst an Slams teilzunehmen. 1996 gewann er den Titel Nuyorican Poets Cafe Grand Slam Champion. Durch die Bekanntheit als Grand Slam Champion kam Williams 1998 zum Film Slam, in dem er die Hauptrolle spielte.

Etwa zur selben Zeit beginnt er, seine Dichtung auch in Musik zu wandeln. Angereichert mit Hip Hop -Beats, Violinen und Gitarren, aber nie als reines Hip Hop-Projekt geplant, schickt er seine Messages im düsteren Gewand in die Welt. Die Stationen seines Künstler-Vagabundentums führen ihn in alle Erdteile - im Stile eines Propheten bringt er seine Message unters Volk. Während dies auf seinem Debüt "Amethyst Rock Star" noch auf hingebungsvolle Weise geschieht, klingt er auf dem Nachfolger "Saul Williams" schon deutlich verärgerter.

So fordert er auf seine rebellische und radikale Art politische Neuerungen in den USA und verurteilt den modernen Hip Hop. Mit einer Mischung aus Hip Hop, Elektro und Punk klingt das auch noch extrem tanzbar. "Saul Williams" beschert ihm nicht nur in seiner Heimat großen Erfolg, sondern er schafft damit auch den Sprung über den großen Teich.