Oper · Theater

Satyricon


Satyricon entführt in eine schillernde Welt aus Luxus und Überdruss, ins Haus des ehemaligen Sklaven und Lustknaben Trimalchio, der in Madernas Oper sieben Gäste zum Festmahl empfängt. Keiner linearen Handlung folgend, produzieren sich hier die Teilnehmer in einem grellbunten Bilderbogen der Dekadenz in selbstherrlicher Manier voreinander.

Bruno Maderna
SATYRICON

Kammeroper in einem Akt
Libretto von Bruno Maderna und Ian Strasfogel nach Titus Petronius

Peter Tilling Dirigent
Georg Schmiedleitner Inszenierung
Harald Thor Bühnenbild
Tanja Hofmann Kostüme
Juliane Schunke Dramaturgie

Solisten des Jungen Ensembles und des Ensembles der Semperoper Dresden
Tom Martinsen Trimalchio
Michal Doron Fortunata
Katerina von Bennigsen Scintilla (als Gast)
Timothy Oliver Habinnas
Bernhard Hansky Niceros
Tahnee Niboro Criside
Jennifer Riedel Quartilla (als Gast)
Matthias Henneberg Eumolpus

oenm . österreichisches ensemble für neue musik.

Seit 2017 präsentieren die Osterfestspiele Salzburg neben der „Großen Oper“ im Großen Festspielhaus zusätzlich eine zweite szenische Produktion, die einen Blick in das Musiktheatergeschehen unserer Zeit ermöglicht. Die neue Kammeropern-Reihe startete im Vorjahr erfolgreich mit Salvatore Sciarrinos Lohengrin und wird 2018 mit der einaktigen Oper Satyricon des italienischen Dirigenten und Avantgarde-Komponisten Bruno Maderna (1920–1973) fortgesetzt. Spiel-Ort mit einer besonders gut geeigneten räumlichen Situation ist nun das republic im Herzen der Altstadt, das mit intimer Atmosphäre den Zuschauer einlädt, das Geschehen auf der Bühne aus der Nähe mitzuerleben.

Satyricon entführt in eine schillernde Welt aus Luxus und Überdruss, ins Haus des ehemaligen Sklaven und Lustknaben Trimalchio, der in Madernas Oper sieben Gäste zum Festmahl empfängt. Keiner linearen Handlung folgend, produzieren sich hier die Teilnehmer in einem grellbunten Bilderbogen der Dekadenz in selbstherrlicher Manier voreinander, erotisieren und zerstören und schrecken dabei auch vor gegenseitiger Erniedrigung nicht zurück. Hier wird eine Gesellschaft von Herren und Untergebenen gezeigt, deren Standeszugehörigkeit dem Zufall entsprungen zu sein scheint und sich jederzeit wieder ändern kann. Durch eine reiche Erbschaft zu Geld gekommen, spielt Trimalchio virtuos das Instrument seiner neuen Macht: Rücksichtslos intrigiert und herrscht er über seine Gäste – bis er am Ende sogar seine eigene Beerdigung inszeniert.


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