Tanz

Saskia Hölbling / Dans.Kias - bodies in tubes


Nach body in a metal structure und bodies (with)in fences bildet nun bodies in tubes den dritten und letzten Teil der Squatting Projects, einer Reihe von Arbeiten der österreichischen Choreografin Saskia Hölbling, die im urbanen, öffentlichen Raum wie einem Theater, Museum, Bahnhof oder Flughafen stattfinden können, aber auch auf großen Arealen im Außenraum funktionieren. Ziel der Squatting Projects ist es, das urbane Umfeld mit subversiven Körperbildern oder potentiellen Körpervisionen anzureichern.

Für die Uraufführung bodies in tubes wird eine Installation von Schuttrutschen, die die Bühne des Tanzquartier Wien in der Halle G weitläufig einnehmen, zum Sinnbild für die pulsierenden Adern unserer Stadt, die in endlosen Verbindungen unsichtbare Hohlräume in unseren Boden treiben. Ein vertikales Röhrensystem wird von zwei Körpern durchforstet, als wären sie Leitsysteme der Zu- und Abflüsse. Die Körper stoßen auf organischen Wildwuchs, Ein- und Ausstiege sowie Sackgassen, verkeilen sich in Nischen und quellen aus Zwischenräumen, werden absorbiert oder ausgeworfen.

Hier laufen die Grenzen anders. Beklemmung und Schutz reichen sich die Hand, Innen und Außen verschwimmen, Lebendiges und Künstliches bilden einen neuen Organismus. Hier kann Plastik atmen, der menschliche Körper wird zum Aspekt, zum Segment eines Überkörpers. Er wird zum Teil eines Territoriums, das niemandem gehört.
Auswirkungen und Echos der Bewegungen werden sichtbar.

Uraufführung

Die Choreografin und Tänzerin Saskia Höbling setzte nach ihrer Tanzausbildung in Wien ihre Studien an der Tanzakademie P.A.R.T.S in Brüssel fort, arbeitete unter anderem in den Tanzkompanien von Robert Wilson, Willi Dorner, Laurent Pichaud und Benoît Lachambre bevor sie 1995 ihre eigene Company DANS.KIAS gründete, für die sie zahlreiche Choreografien entwickelte, die internationale Beachtung fanden, so wie do your desires still burn oder rrr … (reading, readings, reading), das in Zusammenarbeit mit Laurent Goldring und Benoît Lachambre entstand. Seit 2001 arbeitet sie kontinuierlich mit dem französischen Videokünstler Laurent Goldring, der mit ihr bereits die ersten beiden Teile der Squatting Projects erarbeitete.

CHOREOGRAFIE, INSZENIERUNG: Saskia Hölbling und Laurent Goldring
TANZ, PERFORMANCE, CHOREOGRAFIE: Saskia Hölbling, Rotraud Kern
RAUM: Laurent Goldring, Gudrun Lenk-Wane
KOSTÜM: Gudrun Lenk-Wane
MUSIK, TON: Nik Hummer, Michael Moser
LICHT: Gerald Pappenberger
PRODUKTION, MANAGEMENT: Simon Hajós

Eine DANS.KIAS Produktion.

www.dans.kias.at


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