Literatur · Theater

Sanftwut oder der Ohrenmaschinist - Eine Theatersonate von Gert Jonke


Gert Jonke, der wie kein zweiter Autor die Musik in den Mittelpunkt seines Werkes rückt, hat in seiner skurrilen Theatersonate "Sanftwut oder der Ohrenmaschinist" seine Vision von Beethoven festgehalten:

Der bereits taube Komponist arbeitet an der Fertigstellung seiner weltberühmten Hammerklavier-Sonate. Die Taubheit ist ihm eine permanente Qual, gleichzeitig erlaubt sie ihm sich von der Menschheit zu distanzieren und eine völlig neue Form der Musikwahrnehmung zu erfinden.

Dabei lässt er sich vom Spezialisten der Biedermeier Portraits, von Ferdinand Waldmüller, malen. Im Alltag unterstützt ihn sein Adlatus Anton Schindler, der sich zu Beethovens Leidwesen immer mehr in seinen Tagesablauf einmischt. Schindler ist überzeugt, seinen Meister davor retten zu müssen, sich mit der Hammerklavier-Sonate lächerlich zu machen.

Das kann Beethoven nicht hinnehmen. Für ihn ist seine Taubheit der Schlüssel zu einer neuen Klang-Wirklichkeit. In einer überraschenden Denkfigur verwandelt er sich selbst zum klingenden Instrument und in seine Musik.

In der Regie von Karl Baratta spielen Thomas Kamper (Ludwig van Beethoven), Nikolaus Kinsky (Anton Schindler) und Klaus Haberl (Ferdinand Waldmüller).

Musikalische Einspielung: Diego Collatti
Dramaturgie: Marie Therese Handle
Lichtgestaltung: Lukas Kaltenbäck

Aufführungen
18., 19. und 20.11.2020, jeweils 19.30 Uhr

Erwachsene € 25
Studierende und Jugendliche € 15
Karten online erhältlich unter:
http://bit.ly/MusickbeydemFuerstenLobkowitz_SanftwutoderderOhrenmaschinist


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