Theater

Sanftwut oder der Ohrenmaschinist


Eine Theatersonate über Beethoven von Gert Jonke - inszeniert von Theater Kaendace

Gert Jonkes grandiose und wenig gespielte Theatersonate handelt vom Komponistentitan Ludwig van Beethoven zur Zeit der Entstehung seiner wichtigsten, größten und schwierigsten Sonate, der „Großen Sonate für das Hammerklavier op. 106" im Jahr 1817.

In sprachtänzerischer Leichtigkeit vermittelt Jonke die phantastische Gedankenwelt des bereits ertaubten Genies Beethoven.

Jonkes lustvolle Worttollereien zeigen Beethoven in einer Verzweiflungsheiterkeit : das Genie, das durch seine Taubheit immer mehr isoliert von der Gesellschaft, als verblödet allwissender Dummkopf erscheint. Sein Ringen um das "Hören" gipfelt in den aberwitzigsten Versuchen, Ohrenmaschinen zu entwickeln - Vorläufer moderner Verstärker und Hörapparate- und letztendlich im Bewußtsein, ein lebendiges Klangwesen zu sein, das sich sehnt, in Harmonie mit den Tönen, die er nur noch in seinem Kopf hören kann, zu leben.

In der Inszenierung von Klaudia Reichenbacher lassen Daniel Doujenis, Alexander Mitterer und Felix Krauss in ihrer kraftvollen, innigen Unmittelbarkeit diese Theatersonate zu einem lustvollen Ereignis werden.

Es spielen: Daniel Doujenis, Alexander Mitterer, Felix Krauss
Inszenierung, Raum, Kostüm: Klaudia Reichenbacher


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