Alte Musik · Klassik

San Giovanni Battista. Oratorium


Wir sind mitten in der Oper“, rückt Alessandro De Marchi die Gattung von Stradellas „San Giovanni Battista“ zurecht. „Es ist weniger ein Oratorium über den Täufer, vielmehr ein echtes Musiktheater über Salome.“ Jede Figur erhält eine spezifische musikalische Charakterisierung. „In Salomes Arien schwingt extrem viel Sinnlichkeit mit“, so De Marchi. Höhepunkt ist für ihn die Vertonung der Szene, in der Salome Herodes verführt. „Man hört, wie er sie auf Knien bittet, sie solle sich etwas wünschen. Er werde ihr alles erfüllen.“ San Giovanni Battistas Arien hingegen „sind heilig und sehr melodiös, seine Interventionen getragen deklamierend.“ In der Rolle der Salome wird Arianna Vendittelli zu erleben sein, deren Stern in der jungen Barockszene der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zu leuchten begann und die mittlerweile bereits an den großen Opernhäusern wie der Bayerischen Staatsoper für Furore sorgt. Dem Propheten San Giovanni Battista wird ein bei den Festwochen auch schon gefeierter Sänger, Lawrence Zazzo, seine Countertenorstimme geben. Auch für die weiteren Rollen in diesem biblischen Drama sind SängerInnen mit großer musikdramatischer Kraft aus dem Teilnehmerfeld vergangener Cesti-Wettbewerbe ausgewählt worden.

Alessandro De Marchi

Cembalo & Musikalische Leitung
Arianna Vendittelli

Herodiade la Figlia = Salome (Sopran)
Lawrence Zazzo

San Giovanni Battista (Countertenor)
Luigi Di Donato

Herode (Bass)
Fernando Guimarães

Consigliero (Tenor)
Emilie Renard

Herodiade la Madre (Mezzosopran)
Academia Montis Regalis

Orchester
Florian Huber

Predigt


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