Kunstausstellung

Sammlung für zeitgenössische Kunst


Die Sammlung für zeitgenössische Kunst umfasst Strömungen und Entwicklungen in der österreichischen Kunst seit 1970.

In kritischer Auseinandersetzung mit der Kunst des 20. Jahrhunderts entwickeln die Künstler Sprachen und Sprechformen, die sich mit traditionellen Kunstgattungen und expressiven Tendenzen genauso beschäftigen, wie mit Konzeptkunst, Minimalart, mit Aktionismus und Performance Kunst, Architektur und Design. Spezifische Werkblöcke zeitgenössischer Künstler werden gesammelt, um eine intensive wissenschaftliche Aufarbeitung zu gewährleisten und dem Sammlungsauftrag des Museums nachzukommen.

Die jüngere Generation österreichischer Künstler ist in der Sammlung durch Arbeiten z.B. von Heimo Zobernig, Gelatin (gelitin) und Markus Schinwald vertreten. Schenkungen und Dauerleihgaben von Erwin Bohatsch, Gunter Damisch, Julius Deutschbauer, Walter Obholzer, Gerwald Rockenschaub, Hubert Scheibl, Erwin Wurm, Siegfried Anzinger, Brigitte Kowanz, Oswald Oberhuber, Otto Zitko u. a. ergänzen die Sammlung.

Zur Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts setzte eine Differenzierung innerhalb der Kunstproduktion und ihren traditionellen Gattungen ein. So griffen etwa Roland Goeschl und Bruno Gironcoli nicht mehr zu Bronze oder Stein als Material, sondern zu Kunststoff als Werkstoff und zur Bezeichnung "Objekt" eher als Skulptur. Das Bild hingegen streifte den Rahmen ab. In der malerischen Bewegung des Informel agierten Künstler wie Hans Staudacher spontan und zufällig. Im Aktionismus wurde der Körper selbst zum Bildträger und Günter Brus und Rudolf Schwarzkogler projizierten die Verletzungen der Leinwand auf sich selbst. Ihre Aktionen wurden für den Moment konzipiert und durch dokumentierende Medien archiviert. Mit der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper als Projektionsfläche brachten VALIE EXPORT und Maria Lassnig gesellschaftskritisch patriarchale Blick- und Beurteilungssysteme ins Blickfeld.

Während Österreichs Kunst der 70er Jahre wichtige Beiträge in der Medienkunst leistete, wurde im darauf folgenden Jahrzehnt das Tafelbild wieder präsent. Alois Mosbacher und Hubert Schmalix stellten rasch getünchte, expressive Motive her.

Zu Beginn der 90er Jahre wurden wieder präzisere Fragestellungen wie institutionelle Voraussetzungen thematisiert. Für Heimo Zobernig und Marcus Geiger wurde der Rahmen der Präsentation wie Ausstellungsinventar, Stellwände etc. zum Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung. Franz West, ähnlich in Behandlung des Materials, nimmt jedoch deutliche Anleihen an der Nicht-Ästhetik des Aktionismus. Die jüngste Generation ist in der Sammlung der Gegenwartskunst besonders gut vertreten, da ab der Mitte der 90er Jahre die Sammlungsaktivität intensiviert wurde. Mit Hans Schabus, Gelatin (gelitin) und Markus Schinwald seien einige Namen genannt.

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Vergangene Termine

  • Fr., 25.10.2013 - Mi., 30.12.2015

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    Di: 10:00 - 18:00 Uhr
    Mi: 10:00 - 21:00 Uhr
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    Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
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    Dieser Termin hat bereits stattgefunden.