Tanz · Theater

Dorothée Munyaneza - Samedi détente


Welche Worte findet man für das Unaussprechliche? Dorothée Munyaneza war zwölf Jahre alt, als 1994 Ruanda in Blut versank und sie nach Europa flüchten musste. Jetzt, zwanzig Jahre nach diesem traumatischen Erlebnis, blickt sie den Dämonen der Vergangenheit ins Auge.

≫Samedi détente war eine samstägliche Radiosendung, die uns in glücklicher Zeit fremde, internationale Musik vorspielte. In Ruanda war es DAS Ereignis der Woche. Dazu tanzten und sangen wir, versuchten, uns Liedtexte zu merken – obwohl wir sie nur zur Hälfte verstanden. Am darauffolgenden Montag machten wir daraus eine Performance am Spielplatz und stimmten über die beste ab. Ein echtes Ritual.≪

2014 erfindet Dorothée Munyaneza ihr ganz eigenes Samedi détente. Sie wagt den Blick zurück in ihre Kindheit, fordert Erinnerungen heraus. Mit elektrisierend körperlicher Präsenz singt und tanzt sie, erzählt vom nackten Überlebenstrieb, aber auch von stillen Momenten des Glücks. Eindringlich, poetisch und kraftvoll ist ihre Stimme, ihre Geschichte spannt einen Bogen von Europa nach Afrika, aus dem Gestern ins Heute. Kongenial wird Dorothée Munyaneza von der ivorischen Tänzerin Nadia Beugré und dem französischen Musiker Alain Mahé begleitet.

Künstlerische Leitung und Besetzung

Konzept und Text Dorothée Munyaneza
Externe Beratung Mathurin Bolze
Licht Christian Dubet
Bühne Vincent Gadras
Kostüme Tifenn Morvan
Stage-Management Marion Piry
Produktion, Administration und Tour Emmanuel Magis (Anahi)
Assistenz Produktion, Administration und Tour Géraldine Creamer
Tanz und Stimme Dorothée Munyaneza
Tanz Nadia Beugré
Musik und Improvisation Alain Mahé

In englischer Sprache


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