Literatur

Salzburger Literaturfest


Salzburg wird einmal mehr zu einer Hauptstadt der Literatur, wenn Christa Gürtler, Jochen Jung und Klaus Seufer-Wasserthal vom 22. bis 26. Mai 2013 im Rahmen des 6. Literaturfestes Salzburg zu anregenden Lesungen und Gesprächen einladen.

„Das Literaturfest Salzburg bietet einen kleinen und feinen Einblick in die Welten der Gegenwartsliteratur. Ein Festival soll aber immer mehr sein als eine bloße Bestandsaufnahme. Vielmehr rufen wir zum Austausch auf, und wir wollen aufzeigen, was Literatur kann – über die Buchseiten hinaus“, so die Organisatoren. „Auch in diesem Jahr freuen wir uns, wenn sich die Leserinnen und Leser im Rahmen der unterschiedlichsten Formate darauf einlassen. Von kulinarischen und literarischen Genüssen zur Mittagszeit über klassische Lesungen bis hin zu musikalischen Interpretationen oder einer Diskussion über das Rauschhafte an der Literatur – es ist für jeden etwas dabei!“

Den Auftakt zum Fest bildet die traditionelle Eröffnung in der Großen Aula der Universität: Die Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger gewährt einen lakonischen Blick auf Gedichte, die ihr Leben begleitet haben; Eckhard Henscheid gibt gewohnt bissig hintergründige Denkwürdigkeiten zum Besten; Eva Menasse entwirft witzig und skurril das Bild eines modernen Frauenlebens und Christian Uetz ist mit einem seiner legendären schweizerdeutschen Performanceauftritte zu erleben. Für die musikalische Begleitung sorgt das Miscelanea Guitar Quartet. (Mittwoch, 22. Mai, 19.30 Uhr, Große Universitätsaula)

Felicitas Hoppe, Robert Schindel und Robert Seethaler begeistern mit ihren SPRACH:WELTEN seit Jahren ihr Publikum: In Salzburg stellt Robert Seethaler seinen Roman „Der Trafikant“ vom schwierigen Erwachsenwerden vor, Robert Schindel erzählt in seinem aktuellen Roman „Der Kalte“ ein Stück österreichische Geschichte, und Felicitas Hoppe liest aus „Hoppe“, ihrer Traumbiographie. (Donnerstag, 23. Mai, 19.30 Uhr, Kavernen 1595). (Die für diesen Abend angekündigte Schriftstellerin Juli Zeh musste ihre Teilnahme leider absagen.)

Dem Salzburger Schriftsteller Gerhard Amanshauser (1928–2006) sind anlässlich des 85. Geburtstags mehrere Programmpunkte gewidmet: Das filmische Porträt „Reisen im eigenen Zimmer“ von Bernhard Braunstein und David Gross wird im Das Kino gezeigt. (Donnerstag, 23., und Freitag, 24. Mai, jeweils 17.30 Uhr, Das Kino), und Christoph Wilhelm Aigner, Walter Kappacher und Martin Amanshauser würdigen den Autor im Rahmen einer „Hommage à Gerhard Amanshauser“ (Samstag, 25. Mai, 11.00 Uhr, Galerie Welz). Nach Bodo Hell, Ilse Aichinger, H. C. Artmann, Peter Handke und Kathrin Röggla sind in den Schaufenstern der Salzburger Altstadt in diesem Jahr Sätze aus den Tagebüchern von Gerhard Amanshauser zu lesen, die 2012 unter dem Titel „Es wäre schön, kein Schriftsteller zu sein“ erschienen sind.


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