World Music

Salif Keita


Salif Keïta, Nachfahre des legendären Kriegerkönigs Sundiata Keïta, ist nicht nur einer der meistbekannten Sänger und Songschreiber afrikanischer Popmusik, sondern auch musikalischer „Botschafter“ dieses zuletzt von einer schweren politischen Krise heimgesuchten Landes.

Nach seiner Geburt verstieß und ächtete seine Familie Salif Keïta, denn man sah und sieht es in der Mandinka-Kultur als Zeichen drohenden Unglücks an, wenn ein Mensch mit Albinismus zur Welt kommt. 1967 verließ Keïta sein Zuhause in Djoliba und zog in die malische Hauptstadt Bamako, wo er sich einer sehr großen Musikgruppe namens Rail Band anschloss, die durch die Regierung gefördert wurde. 1973 wurde Keïta Mitglied der Gruppe Les Ambassadeurs von Kanté Manfila.

Mitte der 1970er Jahre floh er mit seiner Band vor den politischen Unruhen in Mali nach Abidjan, Elfenbeinküste, und man änderte den Bandnamen in Les Ambassadeurs Internationales. Die Ambassadeurs Internationales erreichten internationales Ansehen. 1977 erhielt Keïta den Nationalorden Guineas durch den Präsidenten Sékou Touré, dem er 1978 seine Hommage Mandjou widmete.

Um ein größeres Publikum zu erreichen, ging Salif Keïta 1984 nach Paris. Seine Musik verbindet traditionelle westafrikanische Musikstile mit Einflüssen, die aus Europa und aus Nordamerika stammen. Musikinstrumente, die Keïta in seinen Stücken einsetzt, sind unter anderem Balafon, Djembe, Gitarre, Kora, Orgel, Saxophon und Synthesizer.

Auf seinem Album Sosie interpretiert Keïta französische Chansons mit Mitteln westafrikanischer Stilistik. Salif Keïta widmete ein Lied dem südafrikanischen Freiheitskämpfer und Präsidenten Nelson Mandela.

Keïta ist ein Mensch mit Albinismus


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