Theater

Saisonabschluss: still yet already


„Es zerfiel mir alles in Teile, die Teile wieder in Teile, und nichts mehr ließ sich mit einem Begriff umspannen.“ Hugo von Hofmannsthal

Mit einer installativen Intervention im Foyer schafft Andrea Maurer eine bruchstückhafte Zeichenlandschaft, in der die Fragilität von Sprache und das Nichtbegreifen-Können als treibende Kräfte für eine mögliche neue Lesbarkeit der Welt untersucht werden. In sich zusammenfallende Satzkonstruktionen, explodierende Buchstabenhaufen und typographische Handgreiflichkeiten bewegen sich durch Bedeutungsapokalypsen und scheinen den Sinn der Wörter zu transformieren. In diesen Transformationen jenseits jeder Totalität kehrt Andrea Maurer die Ordnungen der Sprachwelt um und stellt ihre Gerüste auf den Kopf. Zu all dem rauscht, bröckelt und knistert es komplementär-sphärisch aus einem Radio, als wollte es sagen: „Die einfachste und älteste Ausdrucksform für die Zukunft ist die Gegenwartsform.“ Willkommen in der Vorzukunft!


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