Pop / Rock

Sad Francisco


Popmusik will immer das Maximum und das ist nun einmal der Himmel. Mit der Debüt-EP Ich bin stellt sich sad francisco vor, eine Band, ein trauriger Malteser, ein medialer Heiliger, ein Träumer; der kein Arsch sein kann. sad francisco spricht mit dem Ich und mit Dir. Statt den Glücklichen zu misstrauen, besteht sein Potenzial in der Beschäftigung mit dem unnötigen Leid. Er ist der Freund, der Dir die Hand reicht. Jede/r kann in seine Rolle schlüpfen, um zu einer Erkenntnis zu kommen.

Ich bin klingt ultrasad und wunderschön, kratzig und laut. Beatle-indie-woodstockesk. Popmusik darf bewusstseinserweiternd sein, psychedelisch. Ich bin ist gleichzeitig fragil und intim, hat den Gitarrensound von Black Sabbath zum Vorbild und engelsgleiche Glocken im Nachschub.

sad francisco steht über allen Superlativen, er schwingt von selbst. Die Bandmitglieder (Carlos Barreto-Nespoli/ Max Gaier/ Hanibal Scheutz) kennen keinen Frontman und haben sich aufgelöst im Ich bin, im größeren Ganzen, im Religiösen der Popmusik, im Kompromisslosen, im Zerstörerischen, im Spiel, in der Überraschung. Immer die Hoffnung im Gepäck, immer heißt es Ja und Tanzen in der Schwere, Mut zu allem, denn: Hässlich ist nicht das Gegenteil von schön.

sad francisco sucht in der Musik nicht die einfachen Lösungen, dafür das dramatische Arrangement. Ich bin ist voller hybrider Elemente, reizt gängige Formen aus. Wie weit geht Popularmusik? Hope/ Der Frevo von/ I nimm dei Herz/ Hee, Charlie/ Manifest/ keine Angst - diese sechs ersten Lebenszeichen besitzen im chartdogmatischen Sinn keine Strophen, keine Bridges, keine erkennbaren Refrains, sehr wohl aber das Spiel damit.

Charlie zerstört seine eigene Nummer im Suff, mach Dir keine Sorgen: Ich bin ist ein starkes Stück. Hoffnung ist der Anfang von allem. In wuchtiger Konzeptarbeit überwindet sad francisco den Schmerz und geht Hand in Hand mit Dir weiter. Hab keine Angst.


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