Klassik

Sœur Marie Keyrouz & L'Ensemble De La Paix - Hymnen der Hoffnung


Die Liebe als universelle Kraft schwingt über den Gesängen aus der Urzeit des Christentums im orientalischen Raum. Schwester Marie Keyrouz, die aus einer katholisch-maronitischen Familie im Libanon stammt, widmet ihr Leben als Sängerin, Musikwissenschaftlerin und Anthropologin der musikalischen Ökumene.

Sie spannt einen Bogen von den Hymnen der östlichen Kirchen bis zur Gregorianik in der katholischen Kirchenmusik. Gemeinsam mit dem Ensemble De La Paix wird die Nonne in Krems aus den Musiktraditionen christlicher Kirchen schöpfen, die ihren Ursprung im einst syrischen Antiochia (heute Türkei) haben. Zum einen Gesänge der syrischen Maroniten, die seit frühchristlicher Zeit mündlich überliefert sind und deren asketischen Melodien mit stufenweiser Fortschreitung in aramäischer, syrischer und arabischer Sprache gesungen werden. Zum anderen die byzantinisch-melkitischen Gesänge, die ihre Ursprünge im vierten Jahrhundert haben und durch einen komplexen Reichtum der Tonalität über einem langgezogenen Grundton bestimmt sind, zu bewältigen nur von SängerInnen mit großem Stimmumfang und ausgereifter Stimmtechnik.

Die Hoffnung schwingt im Gesang von Schwester Marie Keyrouz mit, eine Brücke zwischen Gott und den Menschen sowie Paradiese für die Angehörigen verschiedener Kulturen zu schaffen. Nicht die Bewahrung einer weit mehr als ein Jahrtausend zurückreichenden Musik steht bei ihr im Vordergrund, vielmehr die Vitalisierung der ursprünglichen Gefühlskraft im Gesang auf der Grundlage von Hymnen aus den Traditionen der Kirchenmusik. Die Gläubigen der östlichen Kirchen leben heute aufgeteilt im orientalischen Raum von Syrien bis in den Irak und die Türkei sowie in der Emigration auf mehreren Kontinenten. Für Schwester Marie gibt es im Gesang keine Grenzen, sie unterstützt mit ihren Auftritten die Stiftung „Children for Peace“, die die medizinische Versorgung und Bildungseinrichtungen für benachteiligte Kinder in Syrien, Irak und Libanon mitfinanziert.


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