Oper

Rusalka



Weil sich die Nixe Rusalka in einen Prinzen verliebt hat, möchte sie unbedingt Mensch werden. Die Verwandlung ist allerdings an harte Bedingungen geknüpft: Den Menschen gegenüber wird sie stumm bleiben, und wenn die Liebe scheitert, sind Rusalka und der Prinz verdammt.

Rusalkas Zuversicht schwindet schnell. Denn nach seiner anfänglichen Begeisterung wendet sich der Prinz alsbald von der ihm gefühlskalt erscheinenden stummen Schönheit ab und wirft sich in die Arme der leidenschaftlichen Fürstin. Verstoßen von den Wassernixen, wie auch von den Menschen, ist Rusalka fortan zwischen zwei Welten gefangen. Auch der Prinz wird zu einem Getriebenen. Erst im Sterben durch den Kuss Rusalkas findet er Erlösung.

Zu den Quellen, die der Dichter Jaroslav Kvapil als Vorlage für sein Libretto nutzte, zählt Andersens Märchen Die kleine Meerjungfrau. Zur großen Freude Kvapils gelangte sein Text in die Hände Dvořáks. Dieser war so gefesselt von der tragischen Liebesgeschichte, dass er nur sieben Monate für die Vertonung brauchte. Eine Inspirationsquelle für ihn war die malerische böhmische Landschaft, in der seine Oper entstand. Die Atmosphäre der Natur spiegelt sich in der lyrischen, melodienreichen Tonsprache wider, die sich in einer Bandbreite von zarten, impressionistisch anmutenden Passagen bis zu dramatischen, klangintensiven Momenten bewegt. Dvořáks Rusalka zählt mit Smetanas Verkaufter Braut zu den beliebtesten tschechischen Opern und ist zum ersten Mal am Tiroler Landestheater zu erleben.

Lyrisches Märchen von Antonín Dvořák . Text von Jaroslav Kvapil
Musikalische Leitung Francesco Angelico
Regie Thilo Reinhardt
Bühne Paul Zoller
Kostüme Ulrike Schlemm

  • Sa., 10.12.2016

    19:30
  • So., 18.12.2016

    19:00
  • Do., 22.12.2016

    19:30