Jazz · Diverse Musik · Klassik

Rufus Wainwright | Angelika Kirchschlager


Rufus Wainwright, 1973 in Rhinebeck, New York geboren, ist Spross zweier Singer/Songwriterfamilien. Nur selten können Sprösslinge berühmter Künstler an das Level ihrer Altvorderen anschließen. Bei Rufus Wainwright ist das anders.

Der Sohn des berühmten, amerikanischen Songwriters Loudon Wainwright III und der kanadischen Sängerin Kate McGarrigle verband auf meisterlichen Alben wie „Want 2“ und „Release The Stars“ die Beobachtungsgabe seines Vaters mit dem sängerischen Duktus der Mutter.

Nach Ausflügen in die Welt der Oper, in die Sphären einer Judy Garland und in die geistigen Höhen von Shakespeare´s Sonetten, kehrte Wainwright 2012 mit seinem siebten Studioalbum „Out Of The Game“ eindrucksvoll in die Welt des melodischen Pop zurück.

Zu den edelsten Aufgaben des Künstlers zählt seit jeher, dem konventionell sozialisierten Bürger die Schönheit des Scheiterns näher zu bringen. Kaum jemand im heutigen Pop tut es mit souveränerem Gestus als Rufus Wainwright.

Seine barock anmutenden Songs kollidieren mit den Vorgaben des Formatradios, die es leider zu oft darauf anlegen die Hörer zu sedieren statt sie zu animieren. Wainwright nimmt den Mangel an Airplay gelassen, funktionieren doch seine Konzerte hervorragend.

Auch seine selbst komponierte erste Oper „Prima Donna“ war ein rauschender Erfolg. Kein Wunder, Wainwright verarbeitet mit leichter Hand brisante Themen. Schon als junger Mann war der heute 41jährige ein Meister der Selbstvergeudung. Er probierte sich in Exzessen jedweder Art, um am Ende das Erlebte in markante Melodien zu gießen.

In den Siebzigerjahren hätte Wainwright mit seinen emotional überbordenden Liedern locker Superstarstatus erreicht. Aber keine Angst, Rufus Wainwright lässt sich nicht durch zu viel Wirklichkeit ermatten. Unverzagt baut er Schönheit aus Schall.

Die österreichische Mezzo-Sopranistin Angelika Kirchschlager gehört international zu den herausragenden Sängerinnen ihres Fachs. Seit Jahren singt die gebürtige Salzburgerin an den grossen Opern- und Konzerthäusern der Welt und stellt dabei immer wieder ihre grosse stimmliche Vielfalt, ihre einfühlsame Interpretationsfähigkeit, aber auch ihre Wandelbarkeit eindrucksvoll unter Beweis.


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