Vortrag

rückwärts-vorwärts


"Ich mach' mir die Welt!" im Februar

"rückwärts-vorwärts"
Ein performativer Workshop begleitend zu Benoit Gobs "Beauty is a dark Attitude".
20.2.2016
11-13.30
um Anmeldung wird gebeten! gallery@12-14.org

Benoit Gob, belgischer Maler und Schauspieler, schafft eigene Symbole und gibt Dingen eine subjektive Bedeutung. In Gobs Vorstellung ist eine Vase ein bedrohter, potentiell zerbrochener Gegenstand, zukünftige Scherben. Im Gedankenspiel über Macht, Gewalt und Aggression ist die Vase das Symbol für Zerbrechlichkeit. In “Beauty is a dark Attitude” wechselt Gob von der Malerei zur expressiven Performance und zum analytischen Medium des Video. Die Geste der künstlichen Gewalt im Galerieraum referiert auf brennende Fragen der Machtverhältnisse außerhalb der Kunstwelt. Die neoliberale Gesellschaft fußt auf und perpetuiert brutale Entscheidungen. Wem gehört was? Nationen sind nicht natürlich gewachsene Gebilde, Grenzziehungen sind immer Ausdruck von Macht und Gegenstand von Kriegen. Grenzen und Nationen sind nicht statisch. Die Festung Europa hat genau deshalb Angst. Aktuell sind die Außengrenzen der EU permanent sichtbar, vor allem dann, wenn Tausende davor sterben. Ob mit Waffen bewacht oder nicht, lässt sich anhand der Debatte darüber wie Flüchtlinge gerecht aufzuteilen seien, auch inner-europäisch eine Restauration der Grenzen erkennen. Das Erstarken der Rechten quer durch Europa basiert auf der Entmenschlichung von Bevölkerungsgruppen - brutale Entscheidungen, wer gehört dazu wer nicht.

Unser Satus quo, ein fragiles Konstrukt.


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