Literatur

Rudolf Habringer, Fritz Popp - Sehr verbunden – Lebensgeheimnisse und Sehnsüchte


Erzählen von dem, was geahnt wird, Familien-geheimnissen und Lügen nachforschen, den Fäden in den Beziehungsnetzen nachgehen, gebrochenen Biographien Aufmerksamkeit schenken: Rudolf Habringer stellt in seinem jüngsten Roman „Was wir ahnen“ den problematischen Verhaltensarten und Beziehungsweisen seiner Protagonisten nach. Er konfrontiert mit einer Fülle an Personen, deren Motiven und Absichten und unerwarteten Geschehnissen. Sie lassen sich leiten durch Ahnungen von der Wahrheit und entdecken mehr Wahrheiten als geahnt.

Dass sich Erzähler immer auf unsicherem Grund bewegen, von ihrem Geschichtenpersonal an Abgründe geführt werden, zeigen auch die neuen Texte von Fritz Popp. Konfliktreiche Eltern-Kind-Geschichten, obskure Vorstellungen vom Glück, eng geführte Lebensentwürfe, die nicht und nicht aufgehen, das ist das Substrat der intensiven Texte, die bisweilen in psychische Parallelwelten führen.

Rudolf Habringer, geb. 1960, studierte Germanistik und Religionspädagogik; mehrere Literaturpreise, zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt: „Engel zweiter Ordnung“ (Roman, 2011), „Was wir ahnen“, (Roman, 2014).

Fritz Popp, geb. 1957, studierte Germanistik und Religionspädagogik; zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt: „Unarten-Vielfalt“ (Satiren, 2012) und „Chronisch grantig“ (Satiren, 2014).


Vergangene Termine