Klassik

Wiener Symphoniker/ Wiener Singakademie/ Rudolf Buchbinder, Klavier


Wiener Symphoniker
Wiener Singakademie, Chor
Einstudierung: Heinz Ferlesch
Rudolf Buchbinder, Klavier, Dirigent

Programm
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester d-moll K 466 (1785)
Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-moll op. 37 (1800-1802)






Fantasie c-moll op. 80 für Klavier, Chor und Orchester (1808).

Auf dem Programm steht neben Werken aus der Feder Beethovens auch Mozarts wohl beliebtestes Klavierkonzert. Das Konzert K 466 gilt, auch wenn vorherige Werke schon in diese Richtung deuteten, als erstes symphonisches Konzert Mozarts, womit der Weg der Gattung vom Salon in den Konzertsaal geebnet war. Abgründiger Pathos und musikalische Kompromisslosigkeit sind Grundelemente des Werkes, das mit instabil-wankenden Synkopen, triolischen Auftakten und Motivfragmenten beginnt. Auch der idyllische zweite Satz bleibt nicht von den dunklen Mächten verschont.

Das vorwärtsdrängende Finale verklingt zwar in Dur, scheint jedoch als eher zerbrechliche Lösung des in Musik gesetzten Konflikts. Bei der Uraufführung vergoss Mozarts Vater Tränen der Rührung, und selbst der Kaiser ließ sich zu Bravo-Rufen hinreißen. Seither ist die Beliebtheit des Werkes ungebrochen. Wie Mozart schrieb auch Beethoven seine Klavierkonzerte für den eigenen Vortrag, und auch bei seinen Auftritten soll kaum ein Auge trocken geblieben sein.

Der «Titan der Musikgeschichte» studierte Mozarts Konzerte intensiv, weshalb es nicht überrascht, dass sein einziges Moll-Konzert ebenfalls dem symphonischen Typus angehört und Einflüsse des Konzerts K 466 erkennen lässt. Das Aktiv-Kämpferische begehrt hier jedoch beständig gegen den düsteren Charakter auf. Die Fantasie op. 80 ist in kürzester Zeit und für eine ungewöhnliche Besetzung (mit Chor, Orchester, Gesangssolisten und Klavier) entstanden. Melodie und Text verweisen auf den Schlusssatz der späteren Neunten, womit die Fantasie verheißungsvollen Charakter birgt. Dank der «pianistischen Urkraft», die Rudolf Buchbinder seinen Interpretationen zuteilwerden lässt, liegt besonders dieses rar zu hörende Werk beim Solisten in den besten Händen.


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