Kunstausstellung

Rudi Stanzel - Link-Chain-Curtain & A Pile of Primes


Die Auswahl in dieser Ausstellung zeigt Arbeiten und Objekte von meinen Anfängen in den 80er Jahren bis heute.

Rudi Stanzel arbeitet seit den späten 1980er-Jahren an Werken, die wie Malerei aussehen, aber mehr Objekte sind, bei denen die Farbe als Material im Zentrum steht. Für seine Intervention im Oberen Belvedere reduziert er seine Palette auf zwei Farben. Stanzel übersetzt hier eine Handschrift des Philosophen, Mathematikers und Naturforschers Gottfried Wilhelm Leibniz, der mit Prinz Eugen von Savoyen in Korrespondenz stand, in eine Struktur aus Kettengliedern, die zugleich die vertikale Struktur des Treppenaufgangs aufnimmt und betont. Auch in der Sala terrena reagiert Stanzel mit Ketten auf die Situation, wobei er hier dem Raum eine Primzahlenreihe gegenüberstellt, die in einem Durch- und Übereinander des am Boden endenden Strangs eine neue räumliche (Un-)Ordnung schafft.

Rudi Stanzel wurde 1958 in Linz geboren und lebt in Wien. Er studierte bei Peter Weibel an der Hochschule für angewandte Kunst Wien, nachdem er vom Schreiben zur Pantomime, von der Performance zur Leinwand und nun zu installativen Arbeiten gefunden hat. Seine Werke waren zuletzt u. a. zu sehen in Vienna for Art’s Sake, Winterpalais, Wien (2015), Der Brancusi-Effekt, Kunsthalle Wien (2014), China Revisited, Galerie Ulysses, Wien (2014), Surface Content, Landesgalerie Linz (2012), Rudi Stanzel, Galerie Julius Hummel, Wien (2011), und Malerei: Prozess und Expansion, mumok, Wien (2010).


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