Tanz

Rosas/Ictus - Vortex temporum


In ihrem neuen Meisterwerk Vortex Temporum, das als österreichische Premiere bei der Sommerszene gezeigt wird, setzt sich die flämische Choreographin Anne Teresa De Keersmaeker mit der gleichnamigen vielschichtigen Komposition von Gérard Grisey auseinander. 1996 entstanden, zählt sie zu den Schlüsselwerken der Spektralmusik und beeindruckt durch eine große Bandbreite farbiger Harmonien und Klänge.

Das choreographische Konzept ordnet jedem der Musiker des Ictus Ensembles einen Tänzer der Rosas Kompanie zu, und so erinnern Teile des Bewegungsvokabulars an Gesten aus dem Musizieren: Atmen für den Flötisten und Klarinettisten, Springen für die Streicher. Verdichtet wird diese Partitur aus Klang und Körper durch den Raum.

De Keersmaeker gelingt es in virtuoser Weise, die innere Spannung der Musik in räumliche Arrangements zu überführen. Und so wird Vortex Temporum zu einem Gesamtkunstwerk, bei dem sich Klänge, Gesten, Bewegungen und die Dynamik des Raums zu einem gleichwertigen, autonomen Ganzen zusammenfügen.

Seit 1983 schreibt die Belgierin De Keersmaeker mit ihrem Ensemble Rosas Tanzgeschichte: Bereits mit ihren frühen Arbeiten wie Fase oder Rosas danst Rosashat sie für Furore gesorgt.

In ihren Stücken geht sie stets einen intensiven Dialog mit der Musik ein und kreiert ein dichtes Zusammenspiel von Choreographie und Komposition. In Salzburg gastierte sie mit Ictus zuletzt bei der Sommerszene 2012 am Domplatz mit der Open-Air-Version von Drumming Live.


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