Theater

Romeo und Julia im Volkstheater


Philipp Preuss geht in seiner ersten großen Inszenierung in Österreich mit dieser tradierten Lesart des 1597 uraufgeführten frühen Stückes von William Shakespeare darüber hinaus und macht deutlich: Liebe ist ein Ereignis. Ein Pakt. Ein Ausnahmezustand. Ein Akt des Terrors, dessen Folgen nur zu oft tödlich sind.

Romeo und Julia: Sie sind bis heute Sinnbild für die reine und naive Liebe zweier junger Menschen, deren „Erbschaft“ es ist, einander hassen zu müssen.

Preuss formuliert in seiner Interpretation Möglichkeitsformen des Liebens als einem Zustand, der ebenso austauschbar wie unwiederholbar ist: zugleich für den Einzelnen immer letal in jeder seiner möglichen Konsequenzen, ob Trennung, Ehe oder Tod. Und doch verbindet sich damit immer auch eine politische Idee, ein gesellschaftlicher Gesamtzustand, dessen Prinzipien Gemeinschaften kontinuierlich und in jeder Generation neu zu verhandeln haben.

Von William Shakespeare
Regie Philipp Preuss

Bühne und Kostüme Ramallah Aubrecht
Musik Kornelius Heidebrecht
Dramaturgie Angela Heide

mit Thomas Frank, Rainer Galke, Katharina Klar, Steffi Krautz, Kaspar Locher, Nils Rovira-Muñoz, Nadine Quittner, Stefanie Reinsperger, Christoph Rothenbuchner, Stefan Suske


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