Kunstausstellung

Roman Scheidl: Das Schöne und das Schreckliche


Die Reisen zu den Tempeln der japanischen Vergangenheit brachten Roman Scheidl die asiatische Denkweise näher und finden ihren Niederschlag in seinen Arbeiten.

Roman Scheidl kam 1949 in Niederösterreich zur Welt, vier Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges. Die Atmosphäre damals prägte Roman Scheidl nachhaltig.
Von 1969 bis 1975 studierte er an der Akademie der bildenden Künste bei Maximilian Melcher und wandte sich mit ganzer Kraft der Druckgrafik zu. Es entstanden Radierungen, die einerseits den Abbruch zerstörter Häuser, andererseits aber auch den Wiederaufbau in eindrucksvollen Bildern zeigen, kleinformatig und in dunklen Farbtönen.
Diese Arbeiten werden schon 1976 in der Albertina in Wien in der Ausstellung „Hauseinsturz“ gezeigt.

Nach 1974 ging Roman Scheidl auf Reisen, sammelte dabei Erfahrungen, die seinen weiteren Weg beeinflussten. Aufenthalte in der Schweiz, in Stockholm, New York und Paris, sowie die Zusammenartbeit mit Tänzern und Choreografen erweiterten seine Weltsicht. Seit 1981 entstanden neue Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen und Pinselzeichnungen. Bewegung und Tanz eroberten seine Bildwelt.

Aber besonders die Reisen zu den Tempeln der japanischen Vergangenheit brachten ihm die asiatische Denkweise näher und finden ihren Niederschlag in seinen Arbeiten.
Nun dominieren Farbe und Bewegung den Zeichenstil. Zeichnung, Radierung und Malerei werden zu einem Ganzen.
Der Weg führt aus den Schrecknissen einstürzender Häuser hinaus ins Weite, zum Licht und zu einer offenen Weltsicht.
Heute lebt und arbeitet der Künstler in Wien.
Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus frühen Jahren bis zu Arbeiten aus jüngster Zeit.


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