Theater

Robinson


"Das älteste und stärkste Gefühl ist Angst, die älteste und stärkste Form der Angst, ist die Angst vor dem Unbekannten." H. P. Lovecraft

Ein Mann auf einer einsamen Insel, gestrandet im Nirgendwo. Er erzählt seine Geschichte. Wie er dahin gekommen ist. Wie er überlebt hat. Und wie er es schließlich fertiggebracht hat, sich ein vielleicht bescheidenes, so doch zufriedenes Leben einzurichten, mit einer kleinen Quelle mit Trinkwasser, einem Garten mit Gemüse, einem Feld, einer Ziege, einem Haus.

Doch auf einmal entdeckt er Fußspuren im Sand. Und er bekommt Angst, dass ihm jemand seinen Reichtum wegnehmen könnte. Und selbst wenn er etwas abgeben würde, was ist, wenn diese Menschen mehr wollen, alles wollen, seine letzten Vorräte?
Und eines Tages passiert es: Ein Mann - Freitag - flüchtet zu ihm, weil sein Leben bedroht wird, weil er nicht in seiner Heimat bleiben kann. Er bittet Robinson um Hilfe. Um Rettung. Um Asyl.
Was tun, wenn die erwartete Gefahr auf einmal in Gestalt eines leibhaftigen Menschen vor einem steht? Und wenn der vermeintlich Böse ein hilfebedürftiger Mensch ist, dem es im Grunde nicht viel anders geht, als es einem selber einmal gegangen ist?
Doch dann häufen sich die Spuren im Sand. Kommen etwa die schrecklichen Landsmänner vom Fremden auf die Insel? Wird Robinson für seine Hilfestellung bestraft? Wollen immer mehr seine Unterstützung? War seine Entscheidung richtig? Und was sagt der Neue, der Fremde? Wird nicht auch seine Welt bedroht? Schon wieder? Von zwei Seiten? Wo gehört Freitag hin?

Im Anschluss an die Vorstellung am So. 29. Mai findet ein öffentliches Publikumsgespräch statt

Autor: Raoul Biltgen | Regie: Paola Aguilera | Produktionsleitung: Barbara Schubert | Schauspiel: Klaus Huhle, Sven Kaschte


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