Theater

Roberto Zucco


Inspiriert von diesem realen Kriminalfall verfasste der französische Dramatiker Bernard-Marie Koltès 1988 sein letztes Theaterstück, "Roberto Zucco". Sprachgewaltig zeichnet er das Bild eines "Mörders ohne Motiv", und verortet ihn in einem Kosmos allgegenwärtiger Gewalt. Der Blick, den Koltès dabei auf die Gesellschaft wirft, ist der Blick in einen Abgrund.

"Ich habe keine Feinde, und ich greife nicht an.
Ich zerquetsche die anderen Tiere nicht aus Bosheit, sondern weil ich sie nicht gesehen habe, und weil ich auf sie getreten bin."

Roberto Zucco, geboren 1962 in Mestre, war ein unauffälliger, sanfter Junge.
Roberto Zucco war ein Mörder.
Als er mit nur 26 Jahren im Gefängnis von Vicenza starb, war er eine Berühmtheit.
Beginnend mit seinen Eltern, hat er vermutlich mehr als sechs Menschen umgebracht, seine wochenlange Flucht vor der Polizei - ein Medienereignis.
Warum er mordete blieb ein Rätsel.

Mit:
Peter Perktold, Andreas Wutte, Katharina Kos, Marie-Noel N'twa, Julia Radlwimmer, Josefine Reich, Raphaela Reindl, Veronika Zellner

Inszenierung - Luisa Stachowiak


Vergangene Termine