Klassik

Robert Schumann - Liederabend mit Violine und Klavier


Robert Schumann
Liederabend mit Violine und Klavier

Taeka Hino, Mezzosopran
Tomoko Mayeda, Violine
Yuumi Yamaguchi, Klavier




  1. Stück aus „Märchenbilder“ (T. Mayeda, Y. Yamaguchi)
    Frauenliebe und -leben (T. Hino, Y. Yamaguchi)
    Pause
    Romanze Nr. 2, a-Dur
    Violinsonate Nr. 1 a-Moll (T. Mayeda, Y. Yamaguchi)
    Ausgewählte Stücke aus “Carnaval” Op. 9 (Y. Yamaguchi)



Der 1840 von Robert Schumann komponierte Liederzyklus „Frauenliebe und – leben“ beschreibt mit Texten aus dem gleichnamigen Gedichtzyklus von Adelbert von Chamisso das Leben einer Frau mit allen Facetten von erster Liebe bis zum Tod des Ehemanns. Die Darstellung der Gattin entspricht dabei ganz dem damaligen, moralischen Verständnis des 19. Jahrhunderts. Robert Schumann vertonte acht der ursprünglich neun Gedichte auf seine eigene einfühlsame, lyrische Weise. Taeka Hino füllt mit ihrem kostbaren Mezzosopran jede Phrase, Andeutung und Wendung. Hintergründig und zugleich offen wendet sie sich ihrem Innersten zu und nimmt den Zuhörer mit auf die Reise in die Seele.

Tomoko Mayeda an der Violine vervollkommnet dieses Trio aufs feinste mit ihrem diffizilen, ganz eigenen Still, der bei den Märchenbildern, Romanzen und Sonate Nr. 1a-Moll verzaubert. Mit ihrem wiedererkennbaren Klang und ihrer Persönlichkeit gelingt ihr der Spagat zwischen Unterhaltung und einem Höchstmaß an Tonkunst.

Abgerundet wird dieser anspruchsvolle Liederabend durch die wunderbare Interpretation von „Carnaval“ von Yuumi Yamaguchi, deren gefühlvolle Spielweise gleichwohl die Stimmung Schumanns aufgreift, in der er sich damals befand. Kurz vor er Komposition verlobte er sich mit Ernestine von Fricken. Auch wenn diese Verbindung nicht hielt, wurde sein Werk doch ein Denkmal für diese Liebe.

Die Krypta, tief unter dem Mittelschiff der Peterskirche gelegen, bietet mit ihren lediglich 50 Sitzplätzen jedem Gast persönliches und intensives Erleben klassischer Musik. Unmittelbar und ohne störende Trennung sind die Künstler und das Publikum auf einer gemeinsamen Bühne.


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