Film · Theater

Robert Musil – Die Schwärmer (Film)


D 2013; Regie und Drehbuch: Johanna Pauline Maier; Kamera: Otto Muehlethaler, Johanna Pauline Maier; Musik: Johanna Pauline Maier nach einem Thema von Gustav Mahler; mit: Anna Daria Fontane, Jutta Wernicke, Laurent Hervé, Rainer Sievert u.a.; 81 Minuten

Robert Musils Rang in der Literaturgeschichte haben seine Prosatexte begründet – das Debüt „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“, bekannt auch durch die Verfilmung von Volker Schlöndorff, und v.a. der Fragment gebliebene Monumentalroman „Der Mann ohne Eigenschaften“. Seine Theaterstücke haben weit weniger Aufmerksamkeit auf sich gezogen; es lohnt sich, anlässlich von Musils 75. Todestag diesen unbekannten Teil seines Werkes neu zu entdecken.

Johanna Pauline Maier hat das Schauspiel „Die Schwärmer“ (1921), für Hans Neuenfels eines „der wichtigsten Dramen des 20. Jahrhunderts“, 84 Jahre nach der Berliner Uraufführung für das Kino adaptiert. Sie zerlegt Musils ausufernde Dialoge in minimalistische filmische Sequenzen. Dabei erweist sich das Grundthema des Stücks als unvermindert aktuell: die Frage nach dem Zusammenleben der Menschen angesichts einer umfassenden Orientierungslosigkeit.


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