Kunstausstellung · Fotografie Ausstellung

Robert Knoth & Antoinette De Jong - Tree and Soil


KunstHausWien

1030 Wien, Untere Weißgerberstraße 13

Mo., 13.04.2020 - So., 14.06.2020

Mo: 10:00 - 18:00 Uhr
Di: 10:00 - 18:00 Uhr
Mi: 10:00 - 18:00 Uhr
Do: 10:00 - 18:00 Uhr
Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
Sa: 10:00 - 18:00 Uhr
So: 10:00 - 18:00 Uhr
Corona-Virus: Ab 29. Mai sind Veranstaltungen bis 100 Personen wieder erlaubt. Ab 1. Juli bis 250 Personen, ab 1. August für 500 bis 1.000 Personen. Sicherheitsregeln gelten weiterhin.

In der Garage des KunstHausWien zeigt das niederländische KünstlerInnenduo Robert Knoth (*1964) & Antoinette De Jong (*1963) seine neue Videoinstallation Tree and Soil zusammen mit Fotoarbeiten aus der gleichnamigen Serie.

Die Arbeiten entstanden im japanischen Fukushima, wo 2011 infolge eines durch ein Erdbeben ausgelösten Tsunamis erhebliche Mengen radioaktiver Stoffe aus dem beschädigten Atomkraftwerk freigesetzt wurden. Seither ist das Gebiet radioaktiv verseucht, die Langzeitfolgen für Mensch und Natur sind nicht absehbar.

„Mit Tree and Soil heben wir die natürliche Schönheit und den Wert der Natur hervor. Indem wir Vergangenheit und Gegenwart verbinden, untersuchen wir die Beziehung, die Menschen zu ihrer natürlichen Umgebung haben. Nach der radikalen Transformation der verlassenen Landschaften um Fukushima fühlten wir uns oft wie ArchäologInnen der Zukunft, die zu verstehen versuchen, was in einer fernen Vergangenheit geschehen war, als eine mysteriöse Kraft zur Evakuierung von Städten, Dörfern und Wäldern geführt und nur Relikte menschlicher Präsenz zurückgelassen hatte. Inspiriert wurden wir von dem japanischen Landschaftskonzept Fukei, das die Schriftzeichen für Wind und Licht kombiniert, zwei Elemente, die sich in einem kontinuierlichen Spiel von Licht und Dunkel verändern. Panoramabilder zeigen die evakuierten Dörfer, Felder, landwirtschaftlichen Nutzflächen sowie die umliegende Natur mit Wäldern und Bergen. Audioaufnahmen bilden eine reiche und fast greifbare Klanglandschaft – Vögel, die in den Feldern und Bäumen singen, Wasser, das in kleinen Bächen bergab fließt, Wassertropfen, die in Zeitlupe von den Blättern rollen, erwachende Grillen und andere summende Insekten. Aus statischen Positionen geben lange Videoaufnahmen den Prozess des langsamen Wandels anhand winziger Veränderungen in den Landschaften wieder: Wassertropfen, Schneeflocken oder den Wind in Zweigen und Blättern.“ –Robert Knoth & Antoinette De Jong