Tanz

Rino allein im Bus


Schulwege können richtige kleine Reisen sein.

Rino fühlt sich nicht wohl in seiner neuen Klasse. Beim Schulausflug steigt er einfach nicht aus, sondern versteckt sich hinter einem Sitz. Und dann ist die Lehrerin mit den anderen Kindern weg und Rino ist allein im Bus. Wie aufregend! Und auch ein bisschen unheimlich. Oder ist es eigentlich langweilig? Doch halt: Rino ist gar nicht allein. Denn plötzlich taucht hinter einem anderen Sitz ein Mädchen auf. Sie kennt die Buslinie nur zu gut, schließlich pendelt sie täglich zwischen Schule und Zuhause. Eine Stunde Fahrt, eine Stunde ganz allein unterwegs.

Der Schulweg ist für viele Kinder oft die erste Erfahrung, allein und auf sich gestellt zu sein. Auf dem Schulweg sind sie plötzlich Herr ihrer Zeit und machen ihre ersten unbegleiteten, ungeschützten und deshalb wirklich eigenen Erfahrungen. Wer einen langen Schulweg hat, hat viel zu erzählen und auch viel zu verschweigen.
Tänzerisch und mit kurzen Dialogen erforschen die beiden DarstellerInnen die Enge des Busses und phantasieren sich in ihre eigenen Welten, vertrauen einander ihre Geheimnisse und Ängste an.

Konzept, Regie: Corinne Eckenstein | Assistenz: Johanna Müller | Musik: Sue-Alice Okukubo | Kostüm: Devi Saha | Choreografie, DarstellerInnen: Maartja Pasman, Rino Indiono


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