Klassik

Rina Furano: Neue Wiener Klassik 2019


Neue Musik, komponiert mit klassisch-tonalen Harmonien, kraftvoller Rhythmik und atemberaubenden Kontrasten - mit viel Verve gespielt von jungen Profimusikern.

Kompromisslose Hingabe an das musikalische Schaffen ist der Modus Operandi der Wiener Komponistin Rina Furano (*1989). Über 450 Werke, darunter Sinfonien, Kammermusikwerke und Lieder, eine bedeutende Erweiterung der Sonatensatzform, die Weiterentwicklung klassischer Modulation sowie eine neue Pedaltechnik für das Klavier zählen bereits zu den Erfindungen der jungen Musikerin. Im kommenden Jahr gesellt sich eine Oper ("Nebelfeld", 2020) zu dieser beträchtlichen Liste: nicht nur die Musik, auch das Libretto und der Stoff dazu entstammen der Feder der Komponistin.

Üppiger Schaffensdrang

Es verwundert wohl nicht, daß bei solch üppigem Schaffensdrang kaum Zeit für eines bleibt: das Konzertieren. Eine seltene Ausnahme ist daher das diesjährige Rezital, in welchem die Schöpferin selbst eine Auswahl ihrer Werke zum Besten gibt, auf der Bühne tatkräftig von zwei weiteren jungen Musikern unterstützt. Das Herzstück des Programms bilden zwei neue, klassische Klaviersonaten; ergänzt wird das Programm durch ein Klavierduo zu vier Händen sowie einer neuen Sonate für Violoncello und Klavier.

Tradition und verspielte Leichtigkeit

Die Werke sind unmissverständlich in der Tradition der Wiener Klassik Beethovens, Schuberts und Hummels verwurzelt, aber sie gehen auch mit verspielter Leichtigkeit darüber hinaus: Formen werden erweitert, Harmonien neugeordnet wie in einem Kaleidoskop, heftige Stimmungen tiefgründig kontrastiert. Es ist eine Musik, die intuitiv gefällt: weil sie selbst dem Laien in ihrer Ästhetik ohne Erklärung zugänglich ist, und weil sie dem Kenner in ihrer Komplexität dennoch großartige Rätsel aufwirft.


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