Oper · Theater

Rigoletto


Melodramma in tre atti \ Libretto von Francesco Maria Piave nach Victor Hugos »Le roi s‹amuse« \ in italienisch mit deutschen und englischen Übertiteln

»Das beste Sujet, das ich bisher in Musik gesetzt habe.« So schwärmte sogar der sonst eher für seine Bescheidenheit bekannte Giuseppe Verdi bereits vor der Premiere des »Rigoletto«. Und kaum einer dürfte ihm hier widersprechen. Zusammen mit den Meisterwerken »La Traviata« und »Il Trovatore« bildet dieses mit Ohrwürmern gespickte leidenschaftliche Melodramma die sogenannte »Trilogia popolare« Verdis, die heute von den internationalen Spielplänen kaum noch wegzudenken ist.

Im Zentrum steht, wie so oft bei Verdi, eine hoch emotionale Vater-Tochter-Beziehung, die er in großen melodischen Bögen einfängt: Für den Hofnarren Rigoletto ist Tochter Gilda der strahlende Mittelpunkt seines Lebens. Anderen gegenüber zeigt er allerdings nur wenig Mitleid. Am Hof des Herzogs von Mantua sind die herzlosen und bissigen Worte Rigolettos gefürchtet. Zum Umdenken bringt ihn erst der Fluch des alten Monterone, der für die Entehrung seiner Tochter die Rache des Himmels heraufbeschwört. Als der Herzog, ein notorischer Verführer, schließlich seine Aufmerksamkeit auf Gilda richtet, nimmt das tragische Geschehen unaufhaltsam seinen Lauf. »La maledizione« (»Der Fluch«) war daher auch der ursprünglich angedachte Titel. Trotz wiederholter Einmischungen der Zensur konnte das Stück am 11. März 1851 seine umjubelte Uraufführung im Teatro La Fenice in Venedig erleben.

Auf die Bühne gebracht wird Verdis Meisterwerk von Regisseurin Amélie Niermeyer, die 2012 am Salzburger Landestheater für ihre packende Inszenierung von Alban Bergs »Wozzeck« von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert wurde und in der Saison 2013/2014 ihre Sicht auf Mozarts »La clemenza di Tito« präsentierte.


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