Literatur · Theater

Richard David Precht - Jäger, Hirten, Kritiker


Richard David Precht skizziert das Bild einer wünschenswerten Zukunft im digitalen Zeitalter. Ist das Ende der Leistungsgesellschaft, wie wir sie kannten, überhaupt ein Verlust? Für Precht enthält es die Chance, in Zukunft erfüllter und selbstbestimmter zu leben.

Deutschlands bekanntester Philosoph Richard David Precht löste 2013 mit seinem Buch Anna, die Schule und der liebe Gott. Der Verrat des Bildungssystems an unseren Kindern? eine heftige und kontroversiell geführte Debatte um das Bildungssystem aus. Seine These: Statt Kindern dabei zu helfen, Neugier, Kreativität, Originalität, Orientierung und Teamgeist für eine immer komplexere Welt zu erwerben, würden sie zu angepassten Langeweilern dressiert.

In seiner zweibändigen Geschichte der Philosophie stellte Precht seine Ideen in einen größeren historischen Rahmen und umriss, wie der Mensch über Jahrtausende hinweg die Welt um sich herum zu verstehen lernte, um sich seit der Renaissance seinem Inneren zuzuwenden und zu versuchen, sein eigenes Fühlen und Denken zu begreifen. Letztendlich fragt der moderne Mensch, was wirklich an der Wirklichkeit ist, ob er weiterhin moralisch handeln soll und wie er sich eine gerechte Gesellschaft vorstellen kann.

Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seit seinem sensationellen Erfolg mit »Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?« waren alle seine Bücher zu philosophischen oder gesellschaftspolitischen Themen große Bestseller und wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung »Precht« im ZDF.


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