Pop / Rock · Hip-Hop

Retrogott & Hulk Hodn


Konsequent anti-industriell gedacht und fresh wie zu Anfangszeiten feuern die beiden zu dreckigen Old-School-Beats und Samples aus Jazz, Funk, Soul und Bossa Nova ihre verbalgenialen Reim-Breitseiten ab.

Die Website auf dem Stand von 2007, die offizielle Facebook-Präsenz verwaist: Das provokante Kölner Battlerap-Duo pfeift auf Likes, Views und sonstige Propaganda. Mit nichts außer Hits im Gepäck und jeder Menge unpeinlicher Selbstironie brachten es die beiden zu Fame & Kultstatus in der Sprechgesang-Szene.

2007 gaben der bis dahin völlig unbekannte MC Kurt Hussle und Beatbastler Hulk Hodn alias Huss & Hodn ihr Debütalbum "Jetzt schämst Du Dich!" zum Besten und lösten eine Welle aus, die - so kommt es immer wieder zum Ausdruck - den beiden so überhaupt nicht in den Kram passte. Deutschlands auflagenstärkstes HipHop-Magazin Juice kürte das Album, für das vom Label entbs und den Künstlern aus Prinzip und ganz natürlich in keinster Weise Promotion gemacht wurde, kurzerhand zum "Demo des Monats". Und MTV Deutschland strahlte das Video "Hurensohnologie/Pornofilmkaese" zur Freude der Seher immer wieder aus.

Mehr aus Spaß an der Sache, denn aus karrieregeilem Kalkül ging es mit dem zweiten Album "Der Stoff, aus dem die Regenschirme sind" erfolgreich weiter. 2013 brachte dann das aktuelle Album "Fresh und umbenannt" den Super-GAU Chartseinstieg. Und das obwohl sich Hulk & Hodn zu einem absoluten Eigenmarketing-No-Go entschieden - nämlich ab sofort unter neuem Namen Retrogott & Hulk Hodn zu firmieren.

Ihr Hang zum gangstafreien US-HipHop der 80er und 90er manifestiert sich in ihren Vorbildern Big L, Nas oder Too Short. Ganz selbstverständlich distanzieren sich die beiden vom kommerziellen Rap und dissen genüsslich deren Vertreter.


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